Koch lässt die Katze aus dem Sack. Kaum ist der Wahlsonntag in NRW vorbei, treibt die Union den Abriss der Bildungsrepublik voran. Eigentlich wollte Bundeskanzlerin Merkel im Juni den dritten Anlauf starten, um mit den Ländern endlich verbindliche Vereinbarungen zur Steigerung der Bildungsinvestitionen zu treffen. Nun wird immer klarer, dass sie zum dritten Mal an ihrem eigenen Ministerpräsidenten scheitern wird. Roland Koch erteilt dem Bildungsgipfel faktisch eine Absage.
Koch vertritt in der Union keine Einzelmeinung. Auch in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion häufen sich die Stimmen, die die Bildungs- und die Familienpolitik auf die Streichliste setzen wollen. Das ist unverantwortlich und zukunftsfeindlich. Die jungen Menschen und die Familien haben in der schwarz-gelben Koalition keine Stimme mehr.
Die schwarz-gelbe Koalition hat vollmundig angekündigt, Bildung zu einem Schwerpunkt zu machen. Jetzt entpuppt sich alles Gerede von der Bildungsrepublik immer mehr als leere Sprechblasen.
In NRW haben die Menschen Schwarz-Gelb gerade auch wegen der schlechten Bildungspolitik abgewählt. Koch und die Union beweisen, dass sie daraus nichts gelernt haben.