Svenja Stadler, engagementpolitische Sprecherin;
Ulrike Bahr, zuständige Berichterstatterin:

Bürgerschaftliches Engagement ist ein originäres Bürgerrecht. Bürgerinnen und Bürger brauchen Gelegenheiten, sich politisch und sozial zu beteiligen und die Gesellschaft mitzugestalten. Darum möchte die Arbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement der SPD-Bundestagsfraktion engagementfördernde Strukturen stärken und Ideen entwickeln, wie Engagierte neben Beruf, Familie und Ausbildung zeitliche Freiräume für ihr Engagement gewinnen können. Nur dann kann sich Bürgergesellschaft entwickeln.

„Die Arbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement der SPD-Bundestagsfraktion, hat gestern das Positionspapier „Zeit für Engagement“ vorgestellt. Berufstätige brauchen Freiräume in der Wahl ihrer Arbeitszeit und Arbeitsorganisation. Wir ermutigen und unterstützen Betriebe, neben familienfreundlichen auch engagementfreundliche Bedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen.

Engagierte Unternehmen verdienen Anerkennung und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projekte. Eine Plattform, um sich im Wettbewerb um Fachkräfte als engagementfreundliche Arbeitgeber zu präsentieren, brauchen sie ebenfalls.

Schule und Ausbildung müssen Zeit für freies, selbständig und eigensinnig organisiertes Engagement zulassen. Im Unterricht selbst hat „Lernen durch Engagement“ viel Potenzial. Diese Unterrichtsform ist eingebunden in Projekte mit der Zivilgesellschaft.

Gesetze sollen zukünftig engagementverträglich gestaltet werden. Von der Arbeitszeitverordnung bis hin zu Vorschriften für Vereine, gibt es viele Rechtsbereiche, die Engagierte und ihr Zeitbudget betreffen. Ihre Anliegen müssen mit in die Diskussion von Gesetzesvorhaben einfließen.

„Zeit für Engagement“ ist ein Baustein zur Stärkung der circa 31 Millionen Menschen, die sich in Deutschland freiwillig engagieren und damit an einer lebenswerten, demokratischen Gesellschaft mitarbeiten.“