Die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrage des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt: Deutschland hinkt bei Gründungen junger Unternehmer hinterher. Neben vielfach unvermeidbaren persönlichen Gründen für die Einstellung der Geschäftstätigkeit mangelt es jungen Unternehmern in Deutschland zu häufig am notwendigen Kapital, um ihre Geschäftsidee umzusetzen. Statt Chancen zu sehen, setzen die Banken zu sehr auf Sicherheiten, die junge Gründer in ihrer Startphase nicht immer haben.

Minister Brüderle muss handeln. Dabei gilt: Hände weg von Förderungsmöglichkeiten für junge Unternehmer. Behauptungen, es gebe genug Fördermöglichkeiten für Start-Ups und junge Mittelständler entsprechen nicht der Realität. Im Gegenteil. Die ZEW-Studie zeigt: Es gibt strukturelle Kreditengpässe, die junge Unternehmen behindern. Talente und Chancen werden vergeudet, neue Geschäftsideen kommen aus Geldmangel nicht zum Zuge. Sich im Wesentlichen auf Änderungen beim Insolvenzrecht zu beschränken, reicht nicht aus: Das Kind sollte gar nicht erst in den Brunnen fallen müssen.