Die Situation am Horn von Afrika ist dramatisch. Die Bundesregierung muss endlich den Ernst der Lage erkennen und die deutsche Soforthilfe massiv aufstocken. Im Kampf gegen den Hungertod zählt jetzt einzig und allein schnelles und entschlossenes Handeln. Die von Deutschland bislang zugesagten sechs Millionen Euro sind angesichts dieser humanitären Katastrophe nicht genug.

Akut geht es um die humanitäre Soforthilfe - um die Bereitstellung von Lebensmitteln, Wasser und Notunterkünften. Dabei dürfen wir notwendige weitere Schritte nicht aus dem Auge verlieren, denn die Gründe dieser vorhersehbaren Katastrophe sind vielfältig: etwa der Bürgerkrieg in Somalia, Ernteausfälle in Folge des Klimawandels, von dem die Region besonders betroffen ist, aber auch Spekulationen mit Nahrungsmitteln und Land. Insbesondere muss eine langfristige Entwicklungszusammenarbeit im ländlichen Raum in Gang gesetzt werden, die die Menschen künftig vor derartigen Katastrophen besser schützt.