Digitalisierung verändert den Buchmarkt nachhaltig – Antworten sind gefordert
Heute beginnt die Leipziger Buchmesse, die auch einen Ausblick auf die künftigen Entwicklungen des Buchmarkts gibt. Deutlich zeigt sich, dass die Digitalisierung den Buchhandel, das Lesen und die Bücher selbst verändert. Siegmund Ehrmann klärt über die Fragen auf, die sich daraus ergeben und die bald beantwortet werden müssen.
Die Buchmesse in Leipzig gibt auch einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen des Buchmarkts. Noch deutlicher als in den vergangenen Jahren zeigt sich, dass die Digitalisierung den Buchhandel, das Lesen von Büchern und die Bücher selbst verändert. Zahlen des Börsenvereins für den Deutschen Buchhandel prognostizieren, dass der Umsatz mit elektronischen Büchern in den kommenden Jahren deutlich wachsen wird. In vier Jahren könnten 16 Prozent aller Buchverkäufe auf elektronischem Weg erfolgen.
Mit dieser Entwicklung sind maßgebliche Veränderungen verbunden: Was wird aus dem klassischen Buchhandel, dem kleinen Buchhändler, der schon jetzt durch die großen Ketten enorm unter Druck steht? Wie verändert Digitalisierung das gesamte Buch im Hinblick die Kulturtechnik des Lesens, aber auch des Gestaltens von Büchern? Was bedeutet diese Entwicklung für die Verlage und ihre Arbeit? Wie bewahren wir das digitale Buch dauerhaft und wie machen wir es breit zugänglich? Allesamt Fragen, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung eher früher als später zu beantworten sind.
Als SPD sehen wir eine politische Verantwortung, diese Fragen aufzugreifen. Der Schutz und der Erhalt der kulturellen Vielfalt sind für uns dabei wichtige Anliegen. Rechtliche und ordnungspolitische Rahmenbedingungen, wie die in Frankreich eingeführte Buchpreisbindung für E-Books, beeinflussen diese kulturelle Vielfalt auch im Bereich des digitalen Buchmarktes und müssen diskutiert werden.