Die CSU vollzieht auf ihrem Nürnberger Parteitag endgültig die Abkehr von der europäischen Idee. Europa steht bei ihr ab sofort unter Vorbehalt. Sichtbarstes Zeichen dieser Entwicklung ist die Kandidatur des EU-Kritikers Peter Gauweiler als Parteivize mit Rückendeckung der Parteiführung um Horst Seehofer. Generalsekretär Alexander Dobrindt hatte bekanntlich schon dem Vertrag von Lissabon im Parlament seine Zustimmung verweigert, erklärt Axel Schäfer.
Die CSU vollzieht auf ihrem Nürnberger Parteitag endgültig die Abkehr von der europäischen Idee. Europa steht bei ihr ab sofort unter Vorbehalt. Sichtbarstes Zeichen dieser Entwicklung ist die Kandidatur des EU-Kritikers und notorischen Klägers Peter Gauweiler als Parteivize mit Rückendeckung der Parteiführung um Horst Seehofer. Generalsekretär Alexander Dobrindt hatte bekanntlich schon dem Vertrag von Lissabon im Parlament seine Zustimmung verweigert. Nachdem die CSU bereits vor Jahren das Ziel der Vereinigten Staaten von Europa aus ihrem Programm gestrichen hatte, wird verantwortungsloser Anti-Europa-Populismus jetzt zu einem zentralen programmatischen Merkmal der Partei.