Worten müssen endlich Taten folgen. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, auf dem G8-Gipfel konkrete finanzielle Zusagen im Kampf gegen Müttersterblichkeit zu machen und einen Aktionsplan zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele aktiv voranzubringen. Die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern müssen unter anderem durch Investitionen in die Ausbildung von medizinischen Fachkräften verbessert werden. Der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit ist zu gewährleisten. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Verdopplung der G8-Mittel für Mütter- und Kindergesundheit von zwei auf vier Milliarden Dollar pro Jahr.
Die Bundesregierung darf nicht mit leeren Händen zum G8-Gipfel und anschließend zum G20-Gipfel gehen sondern muss endlich ihr Versprechen, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens bis 2015 zu erhöhen und die Millenniums-Entwicklungsziele umzusetzen, halten.
Es ist höchste Zeit, dass Deutschland verstärkt dazu beiträgt, die Gesundheit von Müttern in Entwicklungsländern deutlich zu verbessern. Denn für Frauen in Entwicklungsländern ist die Geburt noch immer lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben weltweit rund 500.000 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes. Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar, wenn es eine ausreichende Gesundheitsfürsorge gäbe.
Nur noch fünf Jahre bleiben, um die Millenniums-Entwicklungsziele zu verwirklichen. Von zentraler Bedeutung ist dabei auch die Umsetzung des fünften Ziels: Die Weltgemeinschaft - und damit auch Deutschland - hat sich dazu verpflichtet, die Müttersterblichkeit um 75 Prozent zu reduzieren und den universellen Zugang zu reproduktiver Gesundheit sicherzustellen. Die Zeit wird knapp. Ohne zusätzliche Finanzen ist dieses Ziel nicht mehr erreichbar.