Das neue Kinderschutzgesetz geht grundsätzlich in die richtige Richtung, denn die Hilfenetzwerke vor Ort und die frühen Hilfen sollen gestärkt werden. Aber beim Kinderschutz darf die Regierung nicht auf halber Strecke stehen bleiben. Sie muss auch Lösungen anbieten, wie die Finanzierung gesichert werden kann, erklären Marlene Rupprecht und Caren Marks.
Das Kinderschutzgesetz geht grundsätzlich in die richtige Richtung, denn die Hilfenetzwerke vor Ort und die frühen Hilfen sollen gestärkt werden. Aber beim Kinderschutz darf die Regierung nicht auf halber Strecke stehen bleiben. Sie muss auch Lösungen anbieten, wie die Finanzierung gesichert werden kann.
Die von Schwarz-Gelb geplanten Steuersenkungen konterkarieren das Bemühen um einen gelingenden Schutz von Kindern und Jugendlichen. Länder und Kommunen werden weiter finanziell in die Enge gedrängt. Auch die von der Bundesregierung geplante Halbierung der Haushaltsmittel für die Förderung der Kindergesundheit widerspricht dem Ziel eines guten Kinderschutzes.
Wenn in den Städten und Gemeinden Hilfeangebote für Familien verbessert werden sollen, muss die Finanzkraft der Kommunen gestärkt werden. Fachkräfte im Kinderschutz stehen häufig unter Zeit- und Kostendruck. Dieser Druck muss abgebaut werden. Dafür sollte sich die Bundesfamilienministerin endlich einsetzen.