Ausbau der frühkindlichen Bildung weiter vorantreiben
Nach den Zahlen des statistischen Bundesamtes kommt der Aus bau der frühkindlichen Bildung und Betreuung voran. Das ist erfreulich. Aber es bleibt noch viel zu tun. August 2013 tritt der individuelle Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Kraft. Familienministerin Schröder darf nicht länger abtauchen und muss den Krippenausbau weiter forcieren, fordert Caren Marks.
In den meisten Bundesländern hat sich das Betreuer-Kind-Verhältnis weiter verbessert. Es ist erfreulich, dass der Ausbau der frühkindlichen Bildung und Betreuung vorankommt.
Aber es bleibt noch viel zu tun, um Familien ein bedarfsgerechtes Angebot in Krippen und Kitas vorzuhalten und die Qualität weiter zu steigern. Sollte die Nachfrage nach Betreuungsplätzen weiter zunehmen, wie Expertinnen und Experten erwarten, muss der Ausbau der frühkindlichen Bildung weiter vorangetrieben werden. Denn am 1. August 2013 tritt der individuelle Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Geburtstag in Kraft.
Die Zeit drängt. Die zuständige Bundesfamilienministerin darf nicht länger abtauchen und muss den Krippenausbau weiter forcieren. Sie muss sich vor allem gegen das geplante Milliarden teure Betreuungsgeld aussprechen, das statt der Inanspruchnahme einer Krippe gezahlt werden soll.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung erneut auf, das Betreuungsgeld ad acta zu legen und stattdessen den Ausbau der Kinderbetreuung schneller voranzubringen. Eltern und Kinder warten zu Recht auf eine bedarfsgerechte soziale Infrastruktur.