Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich. Sie ist jedoch kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen.
Verantwortlich für den Rückgang der Arbeitslosigkeit ist zweierlei: der Frühjahrsaufschwung und ein gut gefüllter Kasten mit Werkzeugen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Die durchdachte Beschäftigungspolitik vom ehemaligen Bundesarbeitsminister der SPD, Olaf Scholz, zahlt sich auch heute noch aus.
Die Vielfalt der Arbeitsmarktinstrumente spiegelt die Vielfalt der Bedürfnisse arbeitsuchender Menschen. Hier zu kürzen ist falsch und mittelfristig sogar teuer. Wer heute bei der Arbeitsvermittlung spart, muss morgen die Arbeitslosigkeit bezahlen.
Wir fordern die Regierung auf, die aktive Beschäftigungspolitik fortzusetzen. Die Bundesagentur für Arbeit und die Angestellten in den JobCentern brauchen finanzielle Mittel und sinnvolle Programme, um weiter effizient in Arbeit vermitteln zu können.
Die Vermittler haben bewiesen, dass sie trotz des schwarz-gelben Hin und Her bei der JobCenter-Reform engagiert Menschen in Arbeit bringen können. Den Vermittlern dürfen jetzt nicht die Hände gebunden werden.
Wie schon in den Vormonaten hat die Frühjahrsbelebung Druck vom Arbeitsmarkt genommen. Insgesamt sind in diesem Monat 3,24 Millionen Arbeitslose registriert. Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 7,7 Prozent. Damit sind gegenüber dem Vormonat 165.000 Menschen mehr in Arbeit. Saisonbereinigt liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit jedoch nur bei 45.000.