Arbeitsmarkt: Konzept für Langzeitarbeitslose dringend gefordert
Die neuen Arbeitsmarktzahlen zeigen: Langzeitarbeitslose profitieren kaum von der guten Lage. Das deutsche Jobwunder findet seit zwei Jahren fast ohne sie statt. Bundesministerin von der Leyen muss endlich auch perspektivische Lösungen finden, statt sich nur an den kurzfristigen Erfolgen zu freuen, kritisiert Anette Kramme.
Die Zahlen sind gut, aber zeigen nur einen Teil der Wahrheit. Wer erst vor kurzem arbeitslos geworden ist, findet schnell einen neuen Job. Langzeitarbeitslose profitieren jedoch kaum von der guten Lage. Das deutsche Jobwunder findet seit zwei Jahren fast ohne sie statt.
Bundesministerin von der Leyen muss endlich auch perspektivische Lösungen finden, statt sich nur an den kurzfristigen Erfolgen zu freuen. Wie gehen wir um mit dem bestehenden Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen und Regionen? Wie soll es gelingen, Langzeitarbeitslose besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren? Wie können wir diejenigen fördern, die heute als schlecht ausgebildet gelten?
Deutschland braucht eine Kultur der zweiten Chance, die auch den Abgehängten neue Möglichkeiten bietet, einen Schulabschluss oder eine Berufsausbildung nachzuholen. Auch brachliegende Talente wollen wir aktivieren. Wir brauchen mehr Chancengleichheit im Bildungssystem und bei der Berufsqualifikation. Die SPD wird dazu im Februar einen Antrag zur Fachkräftesicherung vorlegen.