Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt auch aus touristischer Sicht die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, die Bundeswehr vom Truppenübungsplatz Kyritz-Ruppiner Heide abzuziehen. Die Entscheidung ist konsequent und manifestiert damit den Willen, das Gelände nicht zu einem Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr zu entwickeln. Damit ist das Aus für den geplanten Schießplatz besiegelt. Das ist ein Erfolg der zahlreichen Bemühungen von Bürgerinitiativen in den vergangenen beiden Jahrzehnten, aber auch von engagierten Politikern im Bund, in den Ländern und in den Gemeinden.

In der Region hat sich bereits ein sanfter Tourismus entwickelt. Er wäre durch einen Ausbau und die Nutzung des Übungsplatzes gefährdet worden. Die Entscheidung gegen den Schießplatz ist eine Chance für die Regionen Prignitz und Müritz, den Tourismus auszubauen. Das ist für die strukturschwache Region von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Kyritz-Ruppiner Heide hat eine gute Perspektive für eine touristische Entwicklung.

Die Bundeswehr darf sich aber nicht aus der Verantwortung verabschieden. Nach jahrzehntelanger militärischer Nutzung ist das Gelände mit alter Munition belastet. Die Bundeswehr hat selbst vor einem Betreten des Geländes gewarnt. Die Region darf nun in der Bewältigung der Kontamination des Gebietes nicht allein gelassen werden. Die Bundeswehr muss sich an der Zukunft der Region beteiligen: bei der Beseitigung der Munition und mit zivilen Nachnutzungskonzepten für den früheren Truppenübungsplatz.