Durch diese Vorhaben soll Energiewende stärker auf Kosteneffizienz, Versorgungssicherheit und die Belastbarkeit der Stromnetze ausgerichtet werden. Festgehalten wird am Ziel, 2080 dann 80 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Mit dem Netzpaket will die Regierung den Ausbau von Wind- und Solarenergie besser mit dem Netzausbau verzahnen. Netzanschlüsse sollen stärker priorisiert und Engpässe im Stromnetz effizienter gesteuert werden, um Kosten für Verbraucher und Wirtschaft zu begrenzen. Allerdings sieht der Gesetzentwurf des EEG die Abschaffung der festen Einspeisevergütung für Neuanlagen vor, die verpflichtende Direktvermarktung für Stromerzeuger, die Einführung eines Abschöpfungsmechanismus für Zusatzerlöse (Refinanzierungsbeitrag), die Anpassung der Ausschreibungsmengen und die Vereinfachung von Förder- und Nachweispflichten.

Jetzt beginnen die parlamentarischen Beratungen. Die energiepolitische Sprecherin Nina Scheer betont: „Es hat nichts mit Kosteneffizienz zu tun, wenn der günstigsten Form der Energiegewinnung die Investitionsgrundlage entzogen wird.“ und stellt die Zielvorgaben klar: „Im Ergebnis müssen die Gesetzesentwürfe zum Netzpaket und der EGG-Novelle einen beschleunigten Umstieg auf Erneuerbare Energien ermöglichen, dies ist stand jetzt noch nicht der Fall. Das gilt sowohl für die gesetzliche Ausgestaltung von Netzzugang und Netznutzung als auch für den weitergehenden Investitionsrahmen.“