Mit dem Sportfördergesetz erhält die Spitzensportförderung in Deutschland erstmals eine klare gesetzliche Grundlage. Ziel ist es, öffentliche Fördermittel transparenter und wirksamer einzusetzen sowie die Strukturen im Spitzensport zukunftsfest zu machen. Künftig sorgt eine unabhängige Spitzensport-Agentur für eine moderne und nachvollziehbare Steuerung der Förderung.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren an entscheidenden Stellen verbessert. So werden Athletinnen und Athleten künftig stärker an Entscheidungen beteiligt, Standards guter Verbandsführung verbindlich verankert und der Safe-Sport-Code zur Voraussetzung für den Erhalt öffentlicher Fördermittel gemacht. Damit gilt: Wer staatliche Unterstützung erhält, muss auch Transparenz, Mitbestimmung und Verantwortung gewährleisten.
Die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Bettina Lugk, erklärt: „Mit dem Sportfördergesetz bringen wir eine lange überfällige Reform der Spitzensportförderung auf den Weg. Erstmals schaffen wir klare gesetzliche Grundlagen, mehr Transparenz und moderne Steuerungsstrukturen für den deutschen Spitzensport.“
Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im deutschen Eisschnelllauf macht Lugk deutlich, warum diese Reform notwendig ist: „Wenn Athletinnen und Athleten den Eindruck gewinnen, zwischen ihrer sportlichen Zukunft und der Zustimmung zu umstrittenen Strukturentscheidungen wählen zu müssen, geht Vertrauen verloren.“ Gute Verbandsführung bedeute, Entscheidungen transparent und gemeinsam mit den Betroffenen zu treffen. „Mehr Transparenz, mehr Beteiligung und mehr Verantwortung sind keine bürokratischen Anforderungen, sondern zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen und glaubwürdigen Spitzensport.“