"Es ist gut, dass es zu einer Einigung über weitere Maßnahmen in der Flüchtlingskrise gekommen ist. Dabei hat die Vernunft gesiegt. Wir haben dafür gekämpft, dass Scheinlösungen und sinnlose Symbolpolitik außen vor bleiben. Damit haben wir uns durchgesetzt: Es wird keine Inhaftierung von Flüchtlingen und keine Transitzonen geben. Flüchtlinge können sich weiterhin auf eine menschliche und faire Behandlung bei uns verlassen. In den jetzt beschlossenen Registrierzentren müssen die Verfahren so zügig wie vereinbart durchgeführt werden. Besonders wichtig ist, dass sich jetzt alle Flüchtlinge registrieren müssen. Es muss klar sein, wer zu uns kommt.

Klar ist aber auch: Einfache Lösungen gibt es nicht. Nur die rasche Umsetzung aller bisher beschlossenen und neuen Maßnahmen kann zu einer Entspannung der Situation vor Ort führen. Hier gibt es nach wie vor große Defizite: Vor allem müssen endlich die Verfahren beschleunigt und die Anträge schneller bearbeitet werden. Dafür müssen endlich die zusätzlichen Entscheider zum Einsatz kommen und mobile Teams in die Aufnahmeeinrichtungen geschickt werden."