Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner gibt auf wichtige Fragen keine Antworten. Ob höhere Tierschutzstandards, die Folgen des Klimawandels und die Rohstoffspekulation - diese Themen werden nicht angepackt, kritisiert Wilhelm Priesmeier.

 

Die SPD fordert von Ministerin Aigner endlich eine klare Linie in der Agrarpolitik. Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft stehen vor großen Herausforderungen und deren Bewältigung muss politisch unterstützt werden.

 

Forderungen nach höheren Tierschutzstandards, die Auswirkungen des Klimawandels und eine exzessive Spekulation mit agrarischen Rohstoffen sind reale Herausforderungen für die Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft.

 

Diese Themen sollten endlich auf die politische Agenda des Ministeriums gesetzt werden, statt sie weiterhin in theorielastigen Workshops zu diskutieren.

 

Während ganz Europa über diese und andere Herausforderungen spricht, schweigt die Ministerin in zentralen Themenbereichen. Ein Blick auf die Homepage des Ministeriums zeigt: statt politischer Aussagen nur Ankündigungen und schöne Worte.

 

Ministerin Aigner gibt keine Antworten auf die drängenden Fragen der Zukunft:

 

  • Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft ist auf hochmotivierte und gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen. Von guter Arbeit müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leben können. Auch Sicherheit im Alter muss gewährleistet sein. Deshalb fordern wir endlich Mindestlöhne für die in der Forst- und Landwirtschaft Beschäftigten.
     
  • Die ländlichen Räume stehen vor großen Veränderungen. Der demografische Faktor ist nur ein Teilaspekt. Abwanderung von gut ausgebildeten Menschen schwächt die Wertschöpfungsmöglichkeiten im ländlichen Raum noch weiter. Deshalb reicht der Blick allein auf die Landwirtschaft längst nicht mehr aus. Deshalb fordern wir, die Wertschöpfungsketten und die Lebensqualität im ländlichen Raum zu stärken.
     
  • Die Auswirkungen des Klimawandels und die Forderung nach mehr Ressourceneffizienz erfordern Antworten auch von der deutschen Landwirtschaft. Deshalb fordern wir, stärkere politische und finanzielle Anreize zur Bewältigung der Herausforderungen zu setzen.
     
  • Der Tierschutz liegt den Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders am Herzen. Deshalb fordern wir mehr Forschung für die artgerechte Tierhaltung.