Die Äußerung von Bundesminister der Verteidigung zu Guttenberg, den Umfang der Bundeswehr nur auf bis zu 185.000 statt - wie zuerst gesagt - 163.500 Soldaten zu reduzieren begrüßen wir. Das Ministerium hat hier auf entscheidende Verbesserungsvorschläge gerade von Seiten der SPD-Fachpolitiker reagiert und das ist gut so für die Bundeswehr. Auch vieles andere, wie das angekündigte Attraktivitätsprogramm, ist vernünftig und findet unsere Zustimmung. Gute, schlüssige und tragfähige Strukturen müssen aber auch finanziell unterlegt sein. Das ist hier nicht der Fall und das ist der entscheidende Punkt.
Die Soldatinnen und Soldaten finden kein Vertrauen zu der Reform, wenn die entscheidende Frage nach der Finanzierung ausbleibt. Die wohlfeilen Worte zur Steigerung der Attraktivität bleiben pure Sonntagsrede, wenn nichts zu ihrer Finanzierung gesagt wird. Die Bundeskanzlerin besteht auf dem vorgegebenen Einsparvolumen. Der Verteidigungsminister selbst war es, der einen selbsternannten Paradigmenwechsel einleitete, mit seinen Worten, die "conditio sine qua non" bleibe die Konsolidierung des Bundeshaushalts. Genau dies bleibt er nun schuldig. Hier drückt sich nicht nur der Minister, hier drückt sich auch die Kanzlerin.
Wie soll hieraus Vertrauen erwachsen?