Die erfreuliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Arbeitsmarktes geht auf die mutige Reformpolitik der SPD und ihr beherztes Handeln in der Krise zurück. Die SPD hat in ihrer Regierungszeit mit grundlegenden Reformen und den richtigen Konjunkturmaßnahmen dafür gesorgt, dass die deutsche Wirtschaft heute gestärkt aus der Krise kommt. Es waren genau die Maßnahmen, die Herr Brüderle seiner Zeit bekämpft hat. Die guten Konjunkturdaten sind ein Grund für Selbstbewusstsein in unserem Land, jedoch nicht für Selbstzufriedenheit.
Die Bundesregierung droht, die Chancen dieses Aufschwungs zu verspielen. Der Aufschwung kommt noch lange nicht bei allen an. Jetzt muss es darum gehen, den vor allem exportgetriebenen Aufschwung zu einem Aufschwung für alle zu machen. Denn nur ein breiter Aufschwung ist ein starker Aufschwung.
Dazu bedarf es dreierlei: Einer Investitionstrategie, einer stärkeren Binnennachfrage und einer Strategie zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Mit einer Investitionsstrategie müssen neben Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Innovation stärkere Anreize gesetzt werden, dass Unternehmen investieren. Zur Stärkung der Binnennachfrage gehören ein gesetzlicher Mindestlohn und eine angemessene Tarifentwicklung genauso wie der Kampf gegen prekäre Arbeit. Und um den Fachkräftebedarf der deutschen Wirtschaft zu decken ist eine umfassende Strategie notwendig, die vor allem die Fachkräftepotenziale im Inland ausschöpft.