Kinder sind häufig schutzlos unterschiedlichen Ausbeutungsformen ausgesetzt: So wird die Zahl der Kindersoldaten weltweit auf 250.000 geschätzt, über 215 Millionen Kinder müssen arbeiten, 150 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren - das sind jährlich mehr als neun Millionen Kinder - an behandelbaren oder vermeidbaren Krankheiten. Alle 30 Sekunden tötet allein Malaria in Subsahara-Afrika ein Kind, seit Ausbruch der AIDS-Pandemie starben vier Millionen Kinder an AIDS. Das Millennium-Entwicklungsziel 4 der Vereinten Nationen, die Kindersterblichkeitsrate bis 2015 um zwei Drittel zu senken, wurde bisher nur zu 32 Prozent erreicht. Das ist ein untragbarer Zustand. Um das zu ändern, muss die Bundesregierung endlich ihre Versprechen in der Entwicklungszusammenarbeit halten.

Worten müssen endlich Taten folgen. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria ihre finanziellen Mittel zu verdoppeln und bis 2013 zu verlängern.

Ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Kinderarbeit wäre, bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen beispielsweise zur Beschaffung von Gütern für alle Bürger einsehbar nachzuweisen, dass die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen mit dem Verbot von Kinderarbeit eingehalten wurden. Dafür setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion ein.