Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die Empfehlungen des Wissenschaftsrates für eine engere Zusammenarbeit von Fachhochschulen und Universitäten. Es ist richtig, eine institutionelle Basis für die kontinuierliche Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu schaffen.

Die Bedeutung der Fachhochschulen für die Verbreiterung der Nachwuchsbasis an gut qualifizierten Fachkräften steigt. Den Fachhochschulen kommt dabei eine spezifische Rolle zu. Sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Hochschulsystem insgesamt offener zu machen, insbesondere auch für beruflich Qualifizierte ohne Abitur. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert daher, gerade auch Fachhochschulen zusätzliche Anreize zu geben, um spezielle Studienangebote für diese Zielgruppe zu entwickeln.

Zugleich muss auch die Durchlässigkeit zwischen Fachhochschulen und Universitäten weiter verbessert werden. Der Wissenschaftsrat stellt zurecht fest, dass die Wahl des Hochschultyps bei Studienbeginn die Möglichkeiten zu einer Promotion nicht behindern darf. Universitäten müssen qualifizierten Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen Perspektiven zur Aufnahme einer Promotion einräumen. Das Promotionsrecht der Universitäten wird dadurch nicht infrage gestellt, sondern gestärkt.