Die Sicherheit der Fahrgäste im Schienenverkehr und der Anwohner an Bahnstrecken muss oberste Priorität haben. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher in einem Antrag auf, endlich mit Schienensicherheit ernst zu machen und ein dauerhaftes und dynamisches Sicherheitskonzept für die Schiene vorzulegen, erklärt Uwe Beckmeyer.
Die Sicherheit der Fahrgäste im Schienenverkehr und der Anwohner an Bahnstrecken muss oberste Priorität haben. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher in einem Antrag auf, endlich mit Schienensicherheit ernst zu machen und ein dauerhaftes und dynamisches Sicherheitskonzept für die Schiene vorzulegen.
Die Folgen des Güterverkehrsunfall im italienischen Ort Viareggio, die schadhaften Achsen an ICE-Zügen, ständig steigende Wartungs- und Instandhaltungsmängel bei Betrieb und Netz und nicht zuletzt die Probleme um die Berliner S-Bahn haben das Vertrauen in das Sicherheitskonzept und das Sicherheitsmanagement von Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland nachhaltig beeinträchtigt.
Ein zukunftsfähiges Sicherheitskonzept muss neben den Eisenbahnunternehmen und dem EBA auch die Bahnindustrie mit einbeziehen. Es ist schon merkwürdig, dass die Bahnindustrie in der Lage ist, einen ICE für die Trasse Moskau - St. Petersburg bereitzustellen, aber in Deutschland bei den schon länger bekannten Witterungsbedingungen die ICEs insbesondere der 2. und 3. Generation massive technische Probleme bekommen.
Dabei darf sich der Sicherheitsbegriff nicht allein auf den technischen Aspekt beschränken. Er muss vielmehr auch die organisatorischen Grundlagen eines sicheren Ablaufs des Fahrbetriebs für die Fahrgäste umfassen. Denn auch die beste technische Sicherheit nutzt nichts, wenn minderjährige Fahrgäste von Personal der DB AG ausgesetzt werden. Deutschland braucht einen sicheren Schienenverkehr. Die Bundesregierung ist nun gefordert ein entsprechendes Sicherheitskonzept vorzulegen.