Dr. h.c. Gernot Erler

Abgeordneter der 17. Legislaturperiode

Geburtsdatum
03.05.1944 in Meißen
Beruf
Verlagsleiter
Legislaturen
18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12
Landesliste
Baden-Württemberg
Wahlkreis
Freiburg [281] (Baden-Württemberg)

Zur Person

    Lebenslauf

    Dr. h.c. Gernot Erler, MdB, WK 281 Freiburg - 18. Wahlperiode

    Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den OSZE-Vorsitz 2016

    Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Länder der Östlichen Partnerschaft

    Staatsminister a. D. 

    Persönliche Daten

    geb. 1944, 1 Tochter

    Studium der Geschichte, Slawischen Sprachen und Politik in Berlin und Freiburg, Staatsexamen

    Verlagsredakteur 1968/1969

    Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für osteuropäische Geschichte, Freiburg, 1969-1979

    Verlagsleiter (Dreisam-Verlag) 1980-1987

    Mitglied des Bundestages seit 1987

    Fremdsprachen: Englisch, Französisch, Russisch

      

    Politische Schwerpunkte

    Friedens- und Sicherheitspolitik

    Abrüstung und Rüstungskontrolle

    Entwicklung Russlands, der GUS und der Länder Osteuropas

    Südosteuropa und die Probleme des Balkans

    Zentralasien und der kaspische Raum

    Globale Fragen als Aufgaben von EU und Vereinten Nationen

    Parteifunktionen

    Mitglied der SPD seit 1970

    Ortsvereinsvorsitzender Freiburg-Tiengen 1973-1977

    Ortschaftsrat in Freiburg-Tiengen 1976-1984

    Kreisvorsitzender in Freiburg 1977-1987

    Vorstandsmitglied AfA 1980-1987

    Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg 1983-1997

    Präsidium SPD-Landesverband Baden-Württemberg 1985-1997

    Vorsitzender der Historischen Kommission der SPD Baden-Württemberg

    Politische Funktionen

    SPD-Bundestagsfraktion:

    Oktober 2009 bis Dezember 2013: Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion 

    1998 bis 2005 Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion (Außen-, Verteidigungs-, Entwicklungspolitik, Menschenrechte)

    Bundesregierung:

    seit Januar 2015: Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den OSZE-Vorsitz 2016

    seit Januar 2014: Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Länder der Östlichen Partnerschaft

    November 2005 bis Oktober 2009: Staatsminister im Auswärtigen Amt

    2002 bis 2006 (März): Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit

    Auszeichnungen

    Jubiläumsmedaille "20 Jahre Unabhängigkeit der Republik Kasachstan" (März 2012)

    "Ordinul de onoare", Ehrenorden des Präsidenten der Republik Moldau (August 2011)

    Ehrendoktorwürde der Universität für Weltwirtschaft, Sofia

    „Stara Planina" (höchster bulgarischer Orden für Ausländer)

    „Dostyk" (Freundschaft), hoher kasachischer Orden

    Verdienstorden der Republik Litauen

    "Reiter von Madara" (Bulgarischer Orden für ausländische Politiker)

    "Goldenes Lorbeerblatt" des Außenministeriums der Republik Bulgarien 2001

    Bundesverdienstkreuz am Bande (Juni 1998)

    Ehrenamtliche Funktionen

    Präsident Südosteuropa-Gesellschaft (München)

    Mitglied des deutschen Lenkungsausschusses für den "Petersburger Dialog"

    Mitglied des Stiftungsrates der "Deutschen Stiftung Friedensforschung"

    Vorsitzender West-Ost-Gesellschaft Südbaden e.V. (WOG)

    Vorsitzender Deutsch-Bulgarisches Forum

    Präsident des deutsch-französischen Cercle Stratégique (Gesprächskreis zur Außen- und Sicherheitspolitik)

    Kuratoriumsmitglied Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), Hamburg.

    Mitglied des Beirates der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,

    Beirat Arnold-Bergsträsser-Institut e.V., Freiburg

    Mitgliedschaften

    Friedrich-Ebert-Stiftung; Ver.di; AWO; Eurosolar; Öko-Institut Freiburg; Freiburger Friedenswoche; Förderkreis "Darmstädter Signal"; Deutsch-Russisches Forum; Deutsch-Ukrainisches Forum; Deutsch-Rumänisches Forum; Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik; Arbeitsgruppe "Friedensauftrag der Kirche" der Ev. Landeskirche Württemberg; Deutsche Puschkin Gesellschaft e.V.; Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.; Verkehrsclub Deutschland (VCD).

    Hier können Sie meinen Lebenslauf auf  Englisch, Französisch oder Russisch herunterladen! 

      Funktionen in der Bundestagsfraktion (17. Legislaturperiode)

      • Arbeitsgruppe Task Force Afghanistan/Pakistan (aufgelöst) - Mitglied
      • Stellvertretender Fraktionsvorsitzender seit 22.10.2009

      Mitgliedschaft in Bundestagsgremien (17. Legislaturperiode)

      • Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe - stellv. Mitglied seit 10.11.2009
      • Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - stellv. Mitglied seit 10.11.2009
      • Auswärtiger Ausschuss - stellv. Mitglied seit 10.11.2009
      • Stiftungsrat "Deutsche Stiftung Friedensforschung" - Mitglied seit 26.01.2010
      • Verteidigungsausschuss - stellv. Mitglied seit 10.11.2009
      16.10.2013
      Mit der Aussetzung der fünfjährigen Haftstrafe auf Bewährung gegen den russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny ist zumindest ein Signal in die richtige Richtung gesetzt worden, erklärt Gernot Erler. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie frei Nawalny wirklich ist. Die Unzufriedenheit mit der Art und Weise, wie Russland heute regiert wird, ist mit den Händen greifbar. Nawalny gibt diesen Menschen eine Stimme und er wird diese Rolle auch in Zukunft wahrnehmen wollen.
      11.10.2013
      Der Friedensnobelpreis wird der Organisation und ihren gegenwärtig in Syrien tätigen Kontrolleuren weitere Rückendeckung bei der Überprüfung der Waffenstandorte und der Vernichtung des Chemiewaffen-Arsenals geben, sagt Gernot Erler. Darüber hinaus geht von Oslo das eindeutige Signal aus, dass Chemiewaffen nicht mehr in die Welt des 21. Jahrhunderts passen. Es ist zugleich ein Appell an die Staaten, die dem Abkommen noch nicht beigetreten sind, diesen Schritt jetzt zu vollziehen und ihre möglicherweise vorhandenen Chemiewaffenvorräte unter internationale Kontrolle zu stellen und zu vernichten.
      27.09.2013
      Mit der Syrien-Resolution besteht endlich wieder Hoffnung, den gesamten Konflikt – und nicht nur die syrische Chemiewaffenbeseitigung – mit diplomatisch-politischen Mitteln zu lösen. Nur eine zweite Genfer Friedenskonferenz kann eine solche politische Lösung herbeiführen. Dazu sind Kompromisse bei allen Konfliktparteien notwendig. Vorbedingungen erschweren in diesem Zusammenhang eine Verständigung und tragen zu einer Verlängerung des Leids der syrischen Bevölkerung bei, sagt Gernot Erler.
      26.09.2013
      Alle vier Preisträger stehen für Menschenrechte, die Würde des Einzelnen und eine friedfertige und zukunftsfähige Welt von morgen. Ob die Behandlung von Vergewaltigungsopfern im Kongo, der Kampf für Menschenrechte in Palästina, die Beseitigung von Chemiewaffen weltweit oder die Förderung eines nachhaltigen Landbaus zur Bekämpfung des Hungers. Gernot Erler sieht die Auszeichnung auch als Ermutigung an uns alle, im Kampf für eine gerechtere und friedlichere Welt nicht nachzulassen.
      18.09.2013
      Wenige Tage vor der Bundestagswahl entdeckt Außenminister Westerwelle seine Sympathie für restriktive Rüstungsexportrichtlinien. Dies ist an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Vier Jahre lang hat die schwarz-gelbe Koalition die einst von Rot-Grün beschlossenen restriktiven Regelungen systematisch aufgeweicht und Jahr für Jahr mehr Genehmigungen für Lieferungen in Spannungsgebiete erteilt, erklärt Gernot Erler.
      16.09.2013
      Rüstungsexporte: Union lässt die Katze aus dem Sack Zu Forderungen aus den Reihen der Union, die Rüstungsexporte zu erleichtern, erklärt Gernot Erler, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion: Nun haben wir es schwarz auf weiß: In der Unionsfraktion zirkuliert ein Papier, das sich offen für eine Vereinfachung von Rüstungsexporten ausspricht. Damit erhält die „Merkel-Doktrin“, die seit längerem auf zunehmende Rüstungsexporte in problematische Länder in der Golfregion setzt, jetzt auch Rückendeckung durch die eigene Fraktion. Alle Beteuerungen von Schwarz-Gelb, man wolle sich auch künftig an die restriktiven Rüstungsexportrichtlinien halten, sind damit Makulatur. Im Gegenteil: Ausdrücklich fordern die Verfasser, dass die Rüstungsexportrichtlinien „überdacht“, sprich: aufgeweicht werden müssen. Die SPD steht für eine grundlegend andere Linie. Wir brauchen mehr Transparenz und mehr Kontrolle durch den Bundestag. Rüstungsexporte in Saaten, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden, sowie Rüstungslieferungen in Spannungsgebiete lehnen wir ab!
      10.09.2013
      Der Vorstoß Moskaus könnte eine gesichtswahrende Lösung für alle Beteiligten sein: Russland sitzt wieder mit am Verhandlungstisch, sagt Gernot Erler. Syriens Machthaber Assad könnte durch seine Selbstentwaffnung im allerletzten Moment seinen Kopf aus der Schlinge ziehen und Präsident Obama würde sich eine innenpolitische Niederlage ersparen, die ihn für den Rest seiner Amtszeit erheblich schwächen könnte.
      09.09.2013
      In der Syrienfrage ist diese Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Merkel an Konzeptionslosigkeit und Dilettantismus nicht mehr zu überbieten. Zunächst lässt sich die Bundesregierung von ihren EU-Partnern überrumpeln und verweigert ihre Unterschrift unter eine gemeinsame Erklärung zu Syrien, um sie am nächsten Tag kleinlaut hinterher zu schieben. Die Bundesregierung hat es von Beginn der Syrienkrise an nicht vermocht, eigene Vorschläge zur Überwindung dieses grausamen Bürgerkriegs zu entwickeln. Sie versagt als Mittler zwischen den verhärteten Fronten der USA und Russland, weil sie in den vergangenen vier Jahren nichts getan hat, um sich in Moskau noch Gehör zu verschaffen. Jetzt rächt sich dieses Versäumnis. Deutschland ist auf der internationalen Bühne ein Totalausfall, erklärt Gernot Erler.
      26.08.2013
      Die Diskussion über einen möglichen Militärschlag gegen Syrien nimmt an Schärfe zu. Noch sind nicht alle politischen und diplomatischen Instrumente ausgeschöpft, erklärt Gernot Erler. Statt sich vorschnell auf eine Option festzulegen, muss die Bundeskanzlerin alles Erdenkliche tun, um eine Eskalation zu vermeiden und sich auf allen Ebenen verstärkt für eine politische Lösung des Konflikts unter Führung der Vereinten Nationen einsetzen.
      23.08.2013
      Wenn bewiesen werden kann, dass Präsident Assad die Verantwortung für dieses Verbrechen trägt, kann Russland seine bisherige Politik im Syrienkonflikt nicht unverändert lassen, sagt Gernot Erler.