Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Ich möchte mich erst einmal bei den Geschäftsführern bedanken, denen es gelungen ist, diesem besonderen Programm dadurch Ausdruck zu verleihen, dass wir hier heute diese Debatte führen können. Ich glaube, viele der hier Anwesenden nehmen schon seit langer Zeit an dem Austausch mit jungen Menschen teil. Vielleicht können wir sogar noch mehr dafür gewinnen.
Wir kennen das Programm als IPS. Das ist unsere Abkürzung für Internationales Parlaments-Stipendium. Ich freue mich auch, dass mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen den Antrag, den Herr Börnsen initiiert hat, unterschrieben haben. Denn das bringt die überfraktionelle Verbundenheit mit diesem Programm zum Ausdruck. Das zeigt, dass wir parteiübergreifend der Überzeugung sind, dass der Bundestag kein in sich gekehrtes, nach innen gerichtetes, sondern ein offenes und transparentes Parlament ist. Das leben wir auch. Er ist deshalb transparent und offen, weil wir Jahr für Jahr talentierte und politisch interessierte junge Menschen aus mittlerweile –Herr Börnsen hat darauf hingewiesen – 28 Ländern in den Bundestag einladen – wir können uns vorstellen, dass noch etliche dazukommen können –, um die parlamentarische Demokratie live und in Farbe mitzuerleben.
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Die Auswahl der jungen Menschen ist nicht immer einfach. Es werden hohe Hürden aufgestellt, die die jungen Menschen überwinden müssen. Eine davon ist das fast perfekte Deutsch, das wir erwarten, damit sie in unserem Parlamentsbetrieb mitarbeiten können.
Wir öffnen das Parlament für Entscheidungsträger der Zukunft und tragen damit einen ganz wesentlichen Teil dazu bei, dass Deutschland international vernetzt wird. Das ist einmalig. Wenn wir ins Ausland fahren, hören wir aus den Reaktionen aus anderen Parlamenten oft ein Stück Neid heraus, wenn wir berichten, was wir in diesem Bereich hervorgebracht haben.
Aus den 25 Jahren IPS sind Diplomaten, Journalisten, EU- und Ministerialbeamte, Mitarbeiter von Denkfabriken, politischen Stiftungen und NGOs hervorgegangen. Viele von ihnen sitzen an besonderen Schaltstellen internationaler, supranationaler und nationaler Organisationen. Das ist unser Netzwerk.
Lassen Sie mich kurz ein Beispiel nennen. Ich engagiere mich sehr im Bereich der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit. Als uns der ehemalige Minister Alexandr Vondra hier besuchte, sagte er bei einem Gespräch mit einem Lächeln: Frau Ernstberger, ich kenne Sie persönlich noch nicht, aber ich kenne Ihr Netzwerk. Das ist ein Erfolg des IPS.
(Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
Ich möchte an dieser Stelle den vielen Personen danken, die es ermöglichen, dass wir im Parlament ein solches Programm durchführen können. Ich möchte mich bei Herrn Börnsen, aber auch bei Dagmar Freitag und Bartholomäus Kalb bedanken, die die Arbeit des IPS inzwischen schon lange begleiten. Sie sind die Motoren und das Herz dieses Praktikums.
(Beifall im ganzen Hause)
Ebenso möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundestagsverwaltung herzlich danken, die den Rahmen dafür schaffen, dass wir dieses Programm überhaupt organisieren können. Nur mit ihnen kann eine Umsetzung gewährleistet werden. Wichtig sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abgeordneten, die sich um die Arbeit, die Zuweisung und das Klima in den Büros und Ähnliches kümmern müssen; denn es ist
wichtig, dass die Stipendiaten ein bisschen Lebensgefühl von dem vermittelt bekommen, was bei uns in den Abgeordnetenbüros passiert. Deswegen gilt ihnen ein ganz besonderer Dank.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der FDP, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)
Viel verdanken wir auch den externen Beteiligten, zum Beispiel den Botschaften, die im Vorfeld bereits die Auswahl treffen und damit viel organisatorische Arbeit haben. Ich danke aber auch den politischen Stiftungen, die für ein interessantes Rahmenprogramm sorgen.
Zum Schluss möchte ich Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich danken, dass Sie Ihre Büros für das IPS öffnen und damit den jungen Menschen und auch uns die Chance gegeben haben, das Programm durchzuführen.
Herzlichen Dank.
(Beifall im ganzen Hause)