Die Fraktion dankt ihnen für ihre Arbeit

33 altgediente SPD-Fraktionsmitglieder sind zur Bundestagswahl am 22. September nicht mehr angetreten. Weitere sieben Abgeordnete sind leider nicht wieder in den Deutschen Bundestag gewählt worden. Mit Wolfgang Thierse, Rolf Schwanitz und Hans-Joachim Hacker verlassen drei Abgeordnete die SPD-Bundestagsfraktion, die Mitglieder in der ersten demokratisch gewählten Volkskammer der DDR waren. Insgesamt scheiden 40 SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Parlament aus.

Am 24. September 2013 haben Fraktionschef Frank-Walter Steinnmeier und die neugewählte SPD-Bundestagsfraktion die 40 SPD-Abgeordneten, die dem Bundestag in der 18. Wahlperiode nicht mehr angehören, gewürdigt und verabschiedet. Bei der Gelegenheit wurde auch an die Fraktionsmitglieder erinnert, die im Laufe der 17. Wahlperiode die Fraktion wegen neuer interessanter Aufgaben verlassen haben. Und es wurde den beiden verstorbenen Abgeordneten Hermann Scheer und Ottmar Schreiner gedacht.

 Das Video wurde für die Verabschiedung gedreht.

33 SPD-Abgeordnete sind nicht mehr zu Wahl angetreten

Franz Müntefering – er war 32 Jahre lang mit Unterbrechungen Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), Parlamentarischer Geschäftsführer, Fraktionsvorsitzender, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bundesminister für Arbeit und Soziales sowie Vorsitzender der SPD.

Hans-Ulrich Klose MdB seit 1983, war Fraktionsvorsitzender, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und danach dessen stellvertretender Vorsitzender.

Heidemarie Wieczorek-Zeul war 26 Jahre MdB, europapolitische Sprecherin und Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Wolfgang Thierse, MdB seit 3. Oktober 1990, war stellv. Fraktionsvorsitzender, Bundestagspräsident und Bundestagsvizepräsident. Er wurde im März 1990 in die Volkskammer der DDR gewählt und war dort erst stellvertretender Fraktionsvorsitzender und schließlich Vorsitzender der Fraktion zudem war er von Juni bis September 1990 Vorsitzender der neu gegründeten SPD in der DDR.

Rolf Schwanitz, ebenfalls MdB seit 3. Oktober 1990, war Staatsminister beim Bundeskanzler, Beauftragter der Bundesregierung für die Angelegenheiten der neuen Länder, zuständig für die Bund-Länder-Koordinierung und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit.

Günter Gloser, MdB seit 1994, war europapolitischer Sprecher, Mitglied im Fraktionsvorstand und Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Astrid Klug, MdB seit 2002 mit Unterbrechung, war Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Mitglied im Umweltauschusses des Deutschen Bundestages sowie Bundesgeschäftsführerin der SPD.

Karin Roth, MdB seit 2002, war Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Klaus Brandner, MdB seit 1998, war arbeits- und wirtschaftspolitischer sowie arbeits- und sozialpolitischer Sprecher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales und Mitglied im Fraktionsvorstand.

Susanne Kastner, MdB seit 1989, war Parlamentarische Geschäftsführerin, Bundestagsvizepräsidentin und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.

Ute Kumpf, MdB seit 1998, war Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement.

Christel Humme, MdB seit 1998, war familienpolitische Sprecherin, stellv. Fraktionsvorsitzende, gleichstellungspolitische Sprecherin und Mitglied im Fraktionsvorstand.

Petra Merkel, MdB seit 2002, war Mitglied im Fraktionsvorstand und Vorsitzende des Haushaltsausschusses.

Ulla Burchardt, MdB seit 1990, war Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und Mitglied des Fraktionsvorstandes.

Peter Danckert, MdB seit 1998, war Vorsitzender des Sportausschusses und Sprecher der Landesgruppe Brandenburg.

Uta Zapf, MdB seit 1990, war Sprecherin der Arbeitsgruppe Abrüstung und Rüstungskontrolle, Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung und Mitglied des Fraktionsvorstandes.

Rolf Hempelmann, MdB seit 1994, war energiepolitischer Sprecher.

Klaus Hagemann, MdB seit 1994, war Sprecher der Arbeitsgruppe Petitionen.

Frank Hofmann, MdB seit 1994, war Obmann des Untersuchungsausschusses zur CDU-Spendenaffäre und stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses.

Bernd Scheelen, MdB seit 1998, war kommunalpolitischer Sprecher und Mitglied im Fraktionsvorstand.

Dieter Wiefelspütz, MdB seit 1987, war Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung und innenpolitischer Sprecher.

Johannes Pflug, MdB seit 1998, war stellvertretender außenpolitischer Sprecher sowie Vorsitzender der SPD Task Force Afghanistan/Pakistan.

Gerd Bollmann, MdB seit 2002, war stellv. umweltpolitischer Sprecher und Mitglied im Fraktionsvorstand.

Angelika Graf, seit 1994 MdB, war Drogenbeauftragte und stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecherin.

Heinz Paula, MdB seit 2002, war Tierschutzbeauftragter.

Marlene Rupprecht, MdB seit 1996, war Kinderbeauftrage.

Silvia  Schmidt, MdB seit 1998, war Behindertenbeauftragte.

Bernhard Brinkmann, MdB seit 1998, war stellv. Vorsitzender des Rechnungsprüfungsauschusses.

Holger Ortel, MdB seit 1998, war Sprecher der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen.

Anton Schaaf, MdB seit 2002, war stellvertretender arbeits- und sozialpolitischer Sprecher und Mitglied im Fraktionsvorstand.

Marlies Volkmer, MdB seit 2002, war stellv. gesundheitspolitische Sprecherin und Mitglied im Fraktionsvorstand.

Manfred Nink, MdB seit 2009, war Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Bundestages und im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie.

Werner Schieder, MdB seit 2009, war Mitglied der Arbeitsgruppen Verteilungsgerechtigkeit und soziale Integration sowie Weltwirtschaft. Er war zu dem Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Bundestages.

Sieben Abgeordnete sind  nicht wieder in den Bundestag gewählt worden

Hans-Joachim Hacker, MdB seit 3. Oktober 1990, war stellvertretender Fraktionsvorsitzender, tourismuspolitischer Sprecher und stellvertretender rechtspolitischer Sprecher. Er wurde im März 1990 in die demokratische Volkskammerwahl der DDR gewählt und war dort Vorsitzender des Rechtsausschusses.

Fritz Rudolf Körper, MdB seit 1990, war Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, innenpolitischer Sprecher und Mitglied des Fraktionsvorstandes.

Angelika Krüger-Leißner, MdB seit 1998, war stellvertretende arbeits- und sozialpolitische Sprecherin, stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien sowie stellvertretende kultur- und medienpolitische Sprecherin.

Gabriele Groneberg, MdB seit 2002 mit kurzer Unterbrechung, war stellvertretende entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied des Ausschusses für Ernährung,  Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Martin Schwanholz, MdB seit 2002, war Mitglied der Arbeitsgruppen Demokratie und Energie sowie Weltwirtschaft und Angelegenheiten der Europäischen Union der SPD-Bundestagsfraktion.

Ulrich Meßmer, MdB seit 2009, war Mitglied im Bundestagsschuss für Menschenrechte und im Verteidigungsausschuss.

Ingo Egloff, MdB seit 2011, war Mitglied im Rechtsausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie.

Sechs SPD-Abgeordnete verließen den Bundestag wegen neuer Aufgaben

Olaf Scholz, MdB seit 1998, war Fraktionsvorstandsmitglied, erster Parlamentarischer Geschäftsführer, Bundesminister für Arbeit und Soziales sowie Generalsekretär der SPD. Olaf Scholz schied im März 2011 aus dem Deutschen Bundestag aus und ist seitdem Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Garrelt Duin, MdB seit 2005, war Beauftragter für Industriepolitik und wirtschaftpolitischer Sprecher. Michael Groschek, MdB seit 2009, war Sprecher des Bundestagsunterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung und Mitglied im Verteidigungsausschuss. Duin und Groschek schieden im Juni 2012 aus dem Deutschen Bundestag aus, beide gehören seitdem der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen an; Duin als Wirtschaftsminister und Groschek als Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr. Angelica Schwall-Düren, MdB seit 1994, war Parlamentarische Geschäftsführerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Im Juli 2010 schied Schwall-Düren aus dem Deutschen Bundestag aus und gehört seither ebenfalls der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen als Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien an.

Peter Friedrich, MdB seit 2005, war Sprecher der Arbeitsgruppe der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" und Mittelstandsbeauftragter für die freien Berufe sowie Sprecher der Youngsters in der SPD-Bundestagsfraktion. Er schied im Mai 2011 aus dem Bundestag aus und ist seitdem Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg. Nicolette Kressl, MdB seit 1994, war finanzpolitische Sprecherin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Staatsekretärin beim Bundesfinanzminister. Kressl gehörte dem Deutschen Bundestag bis Mai 2012 an und ist seither Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe.

Zwei SPD-Bundestagsabgeordnete sind in der 17. Wahlperiode verstorben

Am 14. Oktober 2010 verstarb Dr. Hermann Scheer. Er war seit 1980 MdB, Mitglied in den Bundestagsausschüssen Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie im Auswärtigen Ausschuss. Zudem war Scheer Mitglied in der Arbeitsgruppe Energie der SPD-Bundestagsfraktion. Er  war Initiator vieler Gesetze zur Förderung erneuerbarer Energien. Als sein größter Erfolg gilt die Gründung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA), die 2009 in Bonn gegründet wurde. Scheer war zudem Mitbegründer und Präsident von EUROSOLAR. Seine Tochter Dr. Nina Scheer gehört der SPD-Bundestagsfraktion in der 18. Wahlperiode an, sie wurde über die Landesliste von Schleswig-Holstein in den Bundestag gewählt.

Ottmar Schreiner verstarb am 6. April 2013. Auch er gehörte seit 1980 dem Deutschen Bundestag an und war Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Zudem war Schreiner Bundesgeschäftsführer der SPD und später zwölf Jahre lang Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft  für Arbeitnehmerfragen (AfA). In der dieser Funktion setzte er sich auch in der SPD-Bundestagsfraktion für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie für ihre gerechte Bezahlung ein.