Assistierter Suizid als letztes Mittel für unheilbare und schwerstkranke Menschen?
Würdevolles Sterben
Donnerstag, 29.02.2024
Hochrhein-Gymnasium Waldshut
Vor-Ort | Musiksaal
Waldtorstraße 8, 79761 Waldshut-Tiengen
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch wenn wir es oft verdrängen, das Sterben gehört zum Leben. Auch mit dem kontinuierlichen Fortschritt der Medizin gibt es Krankheiten, die nicht heilbar sind und Patienten viel Leid zufügen. Für einige Patienten so viel Leid, dass sie nicht mehr leben wollen. Daher wünschen sich einige Patienten, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden. Oftmals möchten sie hierzu ein Medikament von ihrem Arzt erhalten, welches ihr Leben beendet. Dies wird als (ärztlich) assistierter Suizid bezeichnet. Im Februar 2022 entschied das Bundesverfassungsgericht hierzu, dass das Recht auf eigenständiges Sterben ein Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ist.
Die SPD-Bundestagsfraktion strebt eine gesetzliche Regelung. Der Innenpolitiker Prof. Dr. Lars Castellucci hat deshalb gemeinsam mit der Waldshuter Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der den assistierten Suizid möglich machen soll, ihn aber nicht fördert.
Die beiden Bundestagsabgeordneten möchten mit dem evangelischen Dekan Markus Wagenbach, der Palliativmedizinerin Frau Dr. Karin Mahr und mit Ihnen über die Fragen sowie die Herausforderungen diskutieren. Welche Bedingungen müssen für einen assistierten Suizid erfüllt sein? Für wen kommt ein assistierter Suizid in Frage? Wie verhindern wir, dass Menschen sich nicht genötigt fühlen, ihr Leben zu beenden? Braucht es den assistieren Suizid im Zeitalter moderner schmerzlindernder Medikamente?
Wir freuen uns auf die Diskussion und den Austausch mit Ihnen!
Ihre SPD-Bundestagsfraktion
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Rita Schwarzelühr-Sutter, MdB
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Prof. Dr. Lars Castellucci, MdB
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