Wie können wir in Würde sterben?

Palliativmedizin – Sterbehilfe.

Zeitraum
Freitag, 16.10.2015 18:00–19:45
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Donnerstag, 15.10.2015 19:44
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

alle Menschen wollen in Würde leben und sterben. Gerade über das Lebensende gibt es eine Debatte, was das heißt und wie das genau erreicht werden kann, auch mit Hilfe der modernen Medizin. Ob Sterbehilfe – in welcher Form auch immer – dazu beitragen kann und darf, darüber wird emotional und kontrovers diskutiert. So stellt sich die Frage, ob sich die Unterstützung auf die Linderung von Schmerzen beschränken soll oder ob Hilfe auch Unterstützung bei der Beendigung des Lebens bedeuten kann? Werden die Optionen der Palliativmedizin und -pflege ausreichend genutzt? Oftmals sind die Diskussionen geprägt von Unsicher-heiten und Ängsten, die viele Menschen haben, wenn sie an ihr Lebensende oder an das ihrer Familienan-gehörigen denken.

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben sich daher vorgenommen, in dieser Wahlperiode die Sterbehilfe gesetzlich zu regeln. Vier Gruppenentwürfe zur Sterbebegleitung liegen vor: Die Positionen reichen hierbei von einem Verbot jeglicher Beihilfe zum Suizid über ein Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe wie durch Sterbehilfevereine bis zu einer gesetzlichen Regelung der ärztlich begleiteten Selbsttötung. Noch bis zur Abstimmung im November 2015 werden wir Abgeordneten uns daher intensiv mit dem Thema be-schäftigen. Der SPD-Bundestagsfraktion ist es wichtig, für eine bessere Versorgung mithilfe der Palliativmedi-zin zu sorgen und den Ausbau der Hospizarbeit voran-zutreiben. Wir setzen uns für eine solidarische und sorgende Gesellschaft ein.

Die Debatte über die Sterbehilfe muss auch in der Ge-sellschaft in aller Breite geführt werden. Wir laden Sie daher herzlich ein, die damit verbundenen schwierigen und vielschichtigen Fragen gemeinsam mit uns und den ExpertInnen zu diskutieren. Wir möchten Sie über den politischen Prozess informieren, insbesondere aber  Ihre Positionen und Erfahrungen auch aus der täglichen Arbeit vor Ort kennenlernen, die uns für unsere Entscheidungsfindung wichtig sind.

 

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

Rainer Arnold, MdB
Verteidigungspolitische Sprecher

Kerstin Griese, MdB
Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales

Veranstaltungsort

Sozialstation Wendlingen Neckar e.V
Bahnhofstraße 26
73240 Wendlingen

    Programm

    18.00 Uhr
    Begrüßung und Eröffnung

    Rainer Arnold, MdB

     

    Impulsvorträge

     

    18:10 Uhr
    In Würde leben – In Würde sterben.

    Kerstin Griese, MdB
    Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales

     

    18:25 Uhr
    Erfahrungen aus der Praxis.

    Susanne Kränzle
    Gesamtleitung Hospiz Esslingen
    2. stellv. Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V.

     

    18:35 Uhr
    Gedanken zur aktuellen Sterbehilfe-Diskussion aus Sicht des Arztes

    Thorsten Lukaschewski
    Vorsitzender der Ärzteschaft Nürtingen/Kirchheim

     

    18:45 Uhr
    „Verdanktes Leben“.

    Dekan Michael Waldmann                       
    Evangelischer Kirchenbezirk Nürtingen

     

    18:55 Uhr 
    Diskussion
    mit dem Publikum und Möglichkeit, Fragen zu stellen

     

    Moderation: 
    Andreas Kenner
    Stadtrat Kirchheim/Teck

     

    19:45 Uhr
    Schlusswort

    Rainer Arnold, MdB

    Tagungsort
    Sozialstation Wendlingen Neckar e.V.
    Bahnhofstraße 26
    73240 Wendlingen

     

    Einlass ab 17:30 Uhr

     

    Rückantwort nur bei Teilnahme
    Um Antwort per Fax oder E-Mail bis zum 15.10.2015 wird gebeten.

     

    Kontakt
    Rainer Arnold, MdB
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin

     

    Telefon (030) 227-74705
    Telefax (030) 227-56581
    E-Mail rainer.arnold@bundestag.de