In Würde mit Recht

Sterbehilfe

Zeitraum
Mittwoch, 29.04.2015 18:00–19:20
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Montag, 20.04.2015 19:00
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Koalitionsvertrag steht: „Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde. Wir wollen die Hospize weiter unterstützen und die Palliativmedizin ausbauen.“ Die Beratungen des Bundestages zum Thema Sterbehilfe haben mit einer Orientierungsdebatte am 13. November 2014 begonnen. Damit greift die SPD-Bundestagsfraktion eine wichtige gesellschaftspolitische Diskussion auf: Was bedeuten Selbstbestimmung und Wertschätzung auf der letzten Wegstrecke des Lebens? Und wie können diese ethischen Werte vom Gesetzgeber rechtlich verankert werden?

Während in Deutschland aktive Sterbehilfe verboten und Suizid nicht strafbar ist, ist die Beihilfe zum Suizid juristisch nicht geregelt. Gleichzeitig existiert bei vielen Menschen die Vorstellung, ihre Selbstbestimmung auch im Falle einer besonders leidvollen Erkrankung oder extremer Hilfsbedürftigkeit zu behalten. Wollen sie diesem Wunsch entsprechen, bewegen sich Angehörige, Pflegende und Ärzte in einer rechtlichen Grauzone. In der Debatte um die Sterbehilfe geht es daher nicht nur um Recht, sondern auch um Ethik und Würde. Was kann das Recht, was darf der Gesetzgeber und was will die Gesellschaft an Vorgaben und Verboten machen?

Dabei gilt: Für schwer leidende Menschen müssen wir mehr übrig haben als die Tablette auf dem Nachttisch. Deshalb hat unseres Erachtens nach der gesetzgeberische Ausbau von Hospiz- und Palliativarbeit absolute Priorität. In einem zweiten Schritt gilt es dann, rechtliche wie ethische Aspekte auf Seiten der Patienten und der Ärzte zu klären.

Die Debattenlage ist vielschichtig. Die SPD-Bundestagsfraktion lädt Sie herzlich ein, sich mit uns über die ethischen wie rechtlichen Kernpunkte der Sterbehilfe zu informieren, mit Experten und Betroffenen über die menschliche Dimension der Entscheidung zu sprechen und gemeinsam die Lösungsvorschläge zu diskutieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Mahmut Özdemir, MdB                     
Bärbel Bas, MdB

Veranstaltungsort

Ratskeller Hamborn
Duisburger Str. 213
47166 Duisburg

    Programm

    18.00 Uhr
    Begrüßung und kurze Einführung

     

    Mahmut Özdemir, MdB
    Mitglied im Innenausschuss und im Unterausschuss Kommunales
    des Deutschen Bundestages

     

    18.10 Uhr
    Impulsreferat Sterbehilfe

     

    Burkhard Lischka, MdB
    Innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

     

    18.30 Uhr
    Publikumsdiskussion

     

    Offene Fragerunde mit

     

    Burkhard Lischka, MdB

     

    Dr. Martina Heinemann,
    Qualifizierte Palliativärztin

     

    Mechthild Schulten,
    Leiterin des Malteser Hospiz St. Raphael Duisburg

     

    Moderation durch Mahmut Özdemir, MdB

     

    19.20 Uhr
    Fazit und Schlusswort

     

    Bärbel Bas, MdB
    Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion

    Tagungsort
    Ratskeller Hamborn
    Duisburger Str. 213
    47166 Duisburg

    Einlass ab 17.30 Uhr

     

    Rückantwort nur bei Teilnahme
    Um Antwort per Fax oder E-Mail bis zum 20.04.2015 wird gebeten.

     

    Kontakt
    Mahmut Özdemir, MdB
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin

     

    Telefon (030) 227-73819
    Telefax (030) 227-76403
    E-Mail mahmut.oezdemir@bundestag.de

     

    Auskunft
    Wahlkreisbüro
    Krummacherstraße 33
    47051 Duisburg

     

    Telefon (0203)  75986900
    Telefax (0203)  75986902
    E-Mail mahmut.oezdemir@bundestag.de