Sichere Arbeitsplätze statt Befristung und prekäre Beschäftigung für den akademischen Nachwuchs
Gute Lehre braucht starken Mittelbau
Donnerstag, 19.06.2014
Kwadrat
| Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, 28199 Bremen
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
in den deutschen Hochschulen werden immer öfter befristete Arbeitsverträge vereinbart, viele laufen nicht länger als ein Jahr. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz benachteiligt den akademischen Nachwuchs und sorgt vielfach für prekäre Beschäftigung. Das ist eine unhaltbare Situation, weil doch gerade der akademische Mittelbau für gute Lehre und Forschung die unverzichtbare Basis bildet.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat bereits 2013 eine Gesetzesinitiative zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz gestartet und darin eine Mindestdauer von Arbeitsverträgen nach der Promotion von zwei Jahren gefordert. Jetzt haben wir das Thema auch in den Koalitionsvertrag gebracht mit dem Ziel, planbare und verlässliche Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu schaffen.
Neben den Ländern ist auch der Bund gefordert, sich an einer ausreichenden Grundfinanzierung der Universitäten und Hochschulen zu beteiligen. Wir als SPD sehen hier das Kooperationsverbot als ein nicht mehr zeitgemäßes Hindernis, denn nur in einer gemeinsamen Anstrengung können wir Forschung und Lehre stärken.
Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, den Hochschulpakt zu verlängern und auch die Exzellenzinitiative weiterzuführen. Doch was muss noch passieren, damit Top-Nachwuchswissenschaftler weiter an den Universitäten und Hochschulen bleiben und dort Forschung und Lehre voranbringen? Wir möchten Sie über unsere hochschulpolitischen Positionen informieren und mit Ihnen und Experten ins Gespräch kommen.
Ihre SPD-Bundestagsfraktion
Dr. Carsten Sieling, MdB
Mitglied im Finanzausschuss
René Röspel, MdB
Stellvertretender Sprecher AG Bildung und Forschung