Zukunftsdialog
Der Euro – vom Kraftprotz zum Sorgenkind?
Freitag, 07.12.2012
K-Punkt
| Parade 4, 23552 Lübeck
Sehr geehrte Damen und Herren,
die gemeinsame europäische Währung steht gut zehn Jahre nach der Erstausgabe von Münzen und Scheinen vor ihrer größten Belastungsprobe. Was wird aus dem Euro?
Bis vor wenigen Jahren war die Gemeinschaftswährung noch ein echter Kraftprotz – stark, stabil, unerschütterlich. Sie galt als Gegengewichts zum US-Dollar. Der Zulauf in die Eurozone war enorm. Auch Beitrittsstaaten wie Estland oder die Slowakei erweiterten den Kreis nach Osteuropa. Selbst in Großbritannien sank die Zahl der Euroskeptiker.
Heute reden wir dagegen von Euro-Rettung. Der Euro steht immer mehr im Spannungsfeld zwischen verschuldeten Mitgliedsstaaten, Rating-Agenturen, den Finanzmärkten, europäischen Einzelstaaten und der europäischen Kommission.
Viele Akteure scheinen in dieser schwierigen Situation den Überblick über die Lage verloren zu haben. Dies führt dabei allzu oft zu politischen Blindflügen. Insbesondere konservative Politiker bringen mit populistischen oder undurchdachten Äußerungen den Euro und die kriselnden Staaten weiter ins Trudeln.
Populismus ist aber auch hier kein Mittel, mit dem sich die Krise lösen lässt. Zu Beginn der Schuldenkrise in Griechenland hieß es noch: Wie kann man den Griechen helfen? Jetzt heißt es dagegen: Sollen einzelne Staaten aus dem Euro besser ausscheiden oder sogar ausgeschlossen werden?
Diese Fragen schaden dem Euro und den Staaten, in denen er Währung ist. Dem begegnet die SPD-Bundestagsfraktion mit Alternativen. Wir wollen, dass der Euro bleibt – in allen Staaten, die bereits in der Eurozone sind.
Wir freuen uns mit Ihnen zu diskutieren!
Ihre SPD-Bundestagsfraktion
Gabriele Hiller-Ohm, MdB
Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales
Johannes Kahrs, MdB
Mitglied im Haushaltsausschuss