Manipulierten Diagnosen in Arztpraxen wird ein Ende bereitet
SPD-Fraktionsvizechef Lauterbach zum Plan der Großen Koalition, ärztlich manipulierte Diagnosen zu verbieten und so dem „Upcoding“ in Arztpraxen ein Ende zu bereiten.
„Krankenkassen erhalten ihre Geldzuweisungen nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand ihrer Versicherten. Je kränker und älter eine Person ist, desto höher sind tendenziell die Zuweisungen aus dem Risikostrukturausgleich. Deshalb versuchen viele Krankenkassen, ärztliche Diagnosen so zu beeinflussen, dass sie möglichst hohe Zuweisungen aus dem System erhalten.
Das führt einerseits zu Wettbewerbsverzerrungen, andererseits werden Patientinnen und Patienten oft kränker gemacht, als sie sind, um Geld aus dem Risikostrukturausgleich zu kassieren. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Ich begrüße das Vorhaben daher sehr, den manipulierten Diagnosen in Arztpraxen ein Ende zu bereiten.“