Tag der Bibliotheken: Orte der Begegnung
Die rund 11.000 Bibliotheken in Deutschland sind wichtige kulturelle Zentren. Sie sind nicht nur Orte der Wissensvermittlung und Bewahrung, sondern auch Ort der Begegnung. Gleichwohl stehen die Bibliotheken in Deutschland vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung erfordert auch von ihnen eine neue Selbstverortung in der kulturellen Landschaft. Der Zugang zu Wissen ist zunehmend nicht mehr an einen Ort gebunden, sondern erfolgt digital über das Internet. Technische Innovationen bedeuten aber ausdrücklich nicht, dass sich die Bedeutung der Bibliotheken verringert. Im Gegenteil: In ihnen wird kulturelles Wissen anschaulich und greifbar. Bibliotheken sind Orte der direkten Diskussion und des gegenseitigen Austausches. Steigende Nutzungszahlen, im Übrigen auch von vielen Menschen mit Migrationshintergrund belegen dies.
Die SPD tritt für einen konsequenten Erhalt von Bibliotheken in der Fläche ein. Mit der Deutschen Digitalen Bibliothek wird momentan zudem an einem Jahrhundertprojekt gearbeitet. Die Bundesregierung darf es angesichts dieser großen Aufgabe nicht bei Lippenbekenntnissen belassen. Wir fordern für die Digitalisierung unseres kulturellen Erbes ein national und mit unseren europäischen Partnern abgestimmtes Konzept. Die Schaffung klarer Zuständigkeiten beim Zusammenspiel der zahlreichen Akteure ist hierfür der erste Schritt.
Der 24. Oktober wurde im Jahr 1995 von der Literaturkonferenz zum „Tag der Bibliotheken“ erklärt. An diesem Datum wird traditionell auch die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“ verliehen. Dem diesjährigen Gewinner, der Hochschulbibliothek Wildau, gratuliert die SPD-Bundestagsfraktion herzlich.