Pressemitteilung

Studie zum Studienverzicht: Schavan verdreht Ergebnisse

Zur Veröffentlichung der HIS-Studie zur Studienentscheidung im Kontext der Studienfinanzierung erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz:

Die aktuelle HIS-Studie zeigt, dass finanzielle Schwierigkeiten für viele Studieninteressierte ein großes Problem darstellen. Bei Frauen stärker als bei Männern, vor allem aber bei Studienberechtigten mit hochschulferner Herkunft beeinflussen Studienkosten die Entscheidung über die Aufnahme eines Studiums besonders häufig. Dabei spielen natürlich auch Studiengebühren eine Rolle.

Die finanziellen Hürden müssen für Studienberechtigte beseitigt werden. Das geht am besten durch den Verzicht auf Studiengebühren und die Verbesserung des BAföG, nicht aber durch ein Deutschland-Stipendium, auf das sich diejenigen mit finanziellen Problemen ja vor der Studienentscheidung gar nicht verlassen können. Stattdessen verschließt Bundesministerin Schavan die Augen vor den Problemen. Es ist grotesk, dass Frau Schavan bejubelt, dass für 70 Prozent der Studierenden die Kosten keine oder nur eine geringe Rolle spielen, und somit gleichzeitig die Probleme der Schwächeren vollkommen ignoriert.

Dabei verdreht sie sogar schamlos die Ergebnisse der Studie. So sagt Frau Schavan, dass nur ein Prozent ausschließlich wegen Gebühren auf ein Studium verzichtet. Dabei verschweigt sie aber, dass in der Studie ausdrücklich festgehalten ist, dass es vor allem um die kumulative Wirkung von Kosten geht. Frau Schavan sollte endlich Politik für die machen, die Unterstützung benötigen, anstatt nur für die "Oberen Zehntausend" Stipendien auszuschreiben.

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  • 17. Wahlperiode
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498
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