SPD fordert: Bundesregierung muss die Lutherdekade weiter unterstützen
Die Reformation revolutionierte nicht nur Theologie und Kirche. Sie führte zu gesellschaftlichen Umbrüchen weit darüber hinaus und stellt daher einen der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes dar. Das Reformationsjubiläum bietet die Chance, uns mit der Reformation als Teil unserer Geschichte auseinanderzusetzen, erklären Iris Gleicke und Siegmund Ehrmann.
Heute wird der Deutsche Bundestag über den Antrag "Das Reformationsjubiläum im Jahre 2017 - Ein Ereignis von Weltrang" abstimmen. Damit weist er die Richtung für das weitere Engagement der Bundesregierung bei der Vorbereitung und Durchführung des Reformationsjubiläums. Bereits jetzt beteiligt sich der Bund mit Projektmitteln von jährlich fünf Millionen Euro bis 2017, sowie im Bereich des Denkmalschutzes. In den kommenden Jahren soll das Jubiläum verstärkt auch in der Arbeit der Deutschen Welle, der Goethe Institute und Kulturabteilungen der Auslandsvertretungen berücksichtigt werden.
Wir begrüßen die fraktionsübergreifende Unterstützung für den Antrag. Sie spiegelt die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Ereignisses wider. Die Reformation revolutionierte nicht nur Theologie und Kirche. Sie führte zu gesellschaftlichen Umbrüchen weit darüber hinaus und stellt daher einen der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes dar. Das Reformationsjubiläum bietet die Chance, uns mit der Reformation als Teil unserer Geschichte auseinanderzusetzen.
Das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 erinnert an Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517, der als symbolisches Datum für den Beginn der Reformation steht. Seit 2008 wird das Jubiläum in der sogenannten Lutherdekade von der EKD, den Kernländern und Kommunen der Reformation und zivilgesellschaftlichen Akteuren durch vielfältige Veranstaltungen vorbereitet.