Anlässlich der aktuellen Debatte zur Sicherheit im Luftverkehr erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Hofmann, stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses:

Bei den Sicherheitskontrollen im Luftverkehr hält Frank Hofmann modernste Technik für notwendig und möglich. Gefährliche Gegenstände müssen entdeckt werden, ohne den Körper von Passagieren abzubilden. Die entsprechende Technik muss schnell serienreif werden. Zu prüfen ist zudem, ob das Sicherheitspersonal ausreicht und die Arbeitsbedingungen Qualität und Wachsamkeit gewährleisten.

 

Der knapp vereitelte Anschlag auf eine Linienmaschine nach Detroit macht deutlich, dass die Sicherheitskontrollen in der Praxis nicht lückenlos sind. Der Einsatz modernster Technik ist notwendig und möglich. Scanner, die die Kleidung von Passagieren durchdringen, müssen gefährliche Gegenstände, nicht aber den Körper des Passagiers abbilden. Die entsprechende Technik muss sehr schnell zur Serienreife gebracht werden.

 

Das selbe gilt für Geräte zur Detektion von Flüssigkeitssprengstoff. Seit Jahren ist die Wirksamkeit der Regelungen über die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck umstritten. Auch hier gibt es neue wissenschaftliche Ansätze, die so schnell wie möglich zum praktischen Einsatz kommen müssen.

 

Neben dem Einsatz modernster Technik dürfen die Sicherheitskontrollen nicht unter dem Trott des Alltags leiden. Wir müssen deshalb sorgfältig prüfen, ob das vorhandene Sicherheitspersonal ausreicht und ob Arbeitsbedingungen vorhanden sind, die Qualität und Wachsamkeit gewährleisten.

 

Der vereitelte Anschlag macht auch deutlich, dass wir bei der Zusammenarbeit zur Abwehr von terroristischen Gefahren noch mehr auf Qualität und weniger auf Quantität setzen müssen. Im Lichte des umfangreichen Datenaustauschs zwischen den Sicherheitsbehörden national und international muss evaluiert werden, ob dieser in der Praxis zielgenauer ausgerichtet werden kann.