Schutz des Wattenmeers voranbringen
Heute beginnt eine Wattenmeer-Regierungskonferenz der drei Anrainerstaaten Deutschland, Niederlande und Dänemark. Frank Schwabe fordert, das Wattenmeer dauerhaft zu sichern, und von den schwarz-gelb geführten Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die Kürzungen bei der Finanzierung der Nationalparkhäuser zurückzunehmen.
Die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe hat die überragende Bedeutung dieser einzigartigen Naturregion noch einmal verdeutlicht. Das Wattenmeer muss dauerhaft gesichert werden. Dazu ist die trilaterale Zusammenarbeit von hoher Bedeutung. Zum Beispiel im Kampf gegen den Klimawandel und das Ergreifen geeigneter Anpassungsmaßnahmen bei einer Erhöhung des Meeresspiegels.
Gesichert und ausgebaut werden muss die Naturschutzarbeit, die Öffentlichkeitsarbeit und die Bildungsarbeit. Insbesondere die Bildungsarbeit muss im Rahmen der trilateralen Zusammenarbeit organisiert und dann auch ausreichend finanziert werden.
Es ist beschämend, dass die schwarz-gelb geführten Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein angesichts des Welterbestatus die Finanzierung der Arbeit in den Nationalparkhäusern gekürzt haben und weiter kürzen. Diese Kürzungen müssen zurückgenommen werden.
Auf der Tagesordnung bleibt ein besonders hoher Sicherheitsstandard für die Seeschifffahrt rund um das Wattenmeer. Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass der Schutzstatus erhöht und gleichzeitig die Wettbewerbsgleichheit gewahrt bleibt. Dazu ist es notwendig, dass der gesamte Raum von der niederländischen bis zur deutschen Küste zum PSSA-Gebiet (Particular Sensitive Sea Area) erklärt wird; einem Gebiet, das in die Seekarten eingetragen wird und in dem für die Seeschifffahrt besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten.