Sachverständigenrat: Erneuerbare Energien sind kostengünstigste Energieträger in Europa
Eine vollständige regenerative Stromversorgung bis 2050 ist schon zu Durchschnittskosten von 65 Euro pro Megawattstunde zu haben. Somit wären die Erneuerbaren Energien nach Expertenmeinung die kostengünstigsten Energieträger in der EU. Das ist das Ergebnis des Sachverständigenrats für Umweltfragen. Die Schreckenszahlen der EU-Kommission entbehren jeder Grundlage, erklärt Dirk Becker.
Nun hat es die Bundesregierung von ihrem eigenen Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) schwarz auf weiß: Eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien ist dauerhaft nicht nur gut für das Klima, sondern auch für den Geldbeutel der Europäer.
Der SRU belegt mit seinem Gutachten, dass Deutschland mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz den richtigen Weg eingeschlagen hat. Die Bundesregierung sollte das im Hinterkopf behalten, wenn Energie-Kommissar Oettinger wieder einmal nach einem einheitlichen Fördersystem für Erneuerbare Energien ruft. Das Ergebnis wäre eine Verlagerung der Erzeugung weg aus Deutschland, eine hohe Importquote und ein Verlust an nationaler Wertschöpfung.
Für 36 Staaten Europas und Nordafrikas haben die Wissenschaftler einen kostenoptimierten Mix aus Erneuerbaren Energien kalkuliert. Ein hoher Selbstversorgungsanteil wird vorausgesetzt. Das Ergebnis: Eine vollständige regenerative Stromversorgung bis 2050 ist schon zu Durchschnittskosten von 65 Euro pro Megawattstunde zu haben. Somit wären die Erneuerbaren Energien nach Expertenmeinung die kostengünstigsten Energieträger in der EU.
Der Sachverständigenrat widerspricht damit den Schreckenszahlen der EU-Kommission, die im Entwurf ihrer "Energy Roadmap 2050" von drastisch steigenden Strompreisen ausgehen.