Sachverständige fordern Bildungsinvestitionen
Die in der Hartz IV-Gesetzgebung von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen reichen nicht aus, um die Bildungsteilhabe aller Kinder und Jugendlicher sicherzustellen, sondern es sind mehr Investitionen in Bildung nötig als geplant.
Das ist der Grundkonsens der Sachverständigen. Stärkere Investitionen in die Schulen und Kindertagesstätten, mehr Schulsozialarbeit, enge Zusammenarbeit der verantwortlichen Stellen vor Ort statt Verkomplizierung durch das JobCenter - das sind die Forderungen der Experten. Besonders kritisch beurteilen die Sachverständigen das geplante Gutscheinmodell. Statt damit private Nachhilfeangebote neben der Schule zu fördern, sollten vielmehr die Schulen direkt gestärkt werden. Auch die hohen Bürokratiekosten mit über einem Viertel der Bildungsausgaben wurden kritisiert. Zudem sei fraglich, wie viele Anspruchsberechtigte überhaupt ihr Recht wahrnehmen und Gutscheine beim JobCenter beantragen.
Es ist sehr deutlich geworden, dass die geplanten Maßnahmen unzureichend und nicht durchdacht sind. Wir fordern den Ausbau der Schulsozialarbeit als Einstieg in ein neues Ganztagsschulprogramm.