Richtig ist, dass die Bundesregierung in den vielen gut ausgebildeten Frauen endlich einen noch nicht gehobenen Schatz an Fachkräften erkennt. Richtig ist auch die Erkenntnis, dass dieses Potenzial nur erschlossen werden kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Der Vorstoß, mehr Frauen für das Erwerbsleben zu gewinnen, ist jedoch aus vielen Gründen nicht überzeugend.

  • Ministerin Schröder verweigert sich einem Krippengipfel, der dem Kitaausbau neuen Schub verleihen soll.

  • Ministerin Schavan verschläft den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen.

  • Ministerin Schröder setzt die Weiterentwicklung von Elterngeld und Partnermonaten aus.

  • Die Ministerinnen von der Leyen und Schröder streiten sich öffentlich über eine Frauenquote. Keine ist jedoch in der Lage, ein glaubwürdiges und wirkungsvolles Konzept vorzulegen.

  • Die Bundesregierung lehnt die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ab, der aber vor allem Frauen helfen würde. Zudem erteilt sie gesetzlichen Maßnahmen zur gleichen Bezahlung von Frauen und Männern eine Absage.

Der Regierung fehlt es an einem Gesamtkonzept für Familien, für Frauen und für die Gewinnung von Fachkräften. Glaubwürdige und wirkungsvolle Politik sieht anders aus.