Pressemitteilung

HRE-Rechenfehler: Schäuble hat Kontrollaufgaben unterschätzt

Zum 55-Milliarden-Euro-Rechenfehler bei der HRE/FMS Wertmanagement erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:

Wenn es tatsächlich der Fall ist, dass der 55 Mrd. Euro Rechenfehler bei der Hypo Real Estate bereits seit Wochen im Bundesfinanzministerium bekannt war, ist es sehr verwunderlich, dass der Bundesfinanzminister erst in dieser Woche diesem groben Schnitzer nachgeht. Es stellt sich die Frage, ob Herr Schäuble in seinem Haus genug personelle Ressourcen für die Kontrolle der mit der Banken- und Finanzkrise zusammenhängenden Fragen bereit stellt, erklärt Joachim Poß.

 

Wenn es tatsächlich der Fall ist, dass der 55-Milliarden-Euro-Rechenfehler bei der Hypo Real Estate beziehungsweise ihrer "Bad Bank" FMS Wertmanagement bereits seit Wochen im Bundesfinanzministerium bekannt war, ist es sehr verwunderlich, dass der Bundesfinanzminister erst in dieser Woche diesem groben Schnitzer nachgeht und vermeintlich Verantwortliche zum Rapport bestellt.

 

Es stellt sich die Frage, ob der Bundesfinanzminister in seinem Haus genug personelle Ressourcen für die Analyse und Kontrolle der mit der Banken- und Finanzkrise zusammenhängenden Fragen bereit stellt. Wenn es um so viel Geld und um zentrale Probleme und Fragen geht, muss Schäuble sicherstellen, dass sein federführendes Haus voll arbeitsfähig ist.

 

Im Bundesfinanzministerium wurde die Rechnungslegung und Kontrolle der HRE und ihrer "Bad Bank" offensichtlich sträflich unterschätzt.

 

Das gilt ungeachtet der Tatsache, dass hier hochbezahlte Banker und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft offensichtlich versagt haben.

 

 

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