Die aktuellen Ergebnisse des Familienreports 2010 bestätigen: Immer mehr Frauen ernähren mit ihrem Einkommen ihre Familien. Der Anteil der Frauen als Hauptverdienerinnen in der Familie stieg in Westdeutschland innerhalb von fünfzehn Jahren von sieben auf elf Prozent, in Ostdeutschland sogar von elf auf fünfzehn Prozent. Gleichzeitig wachsen immer mehr Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil, zumeist bei der Mutter, auf. 1998 war dies in jeder siebten Familie so; 2008 bereits in jeder fünften Familie.
Gerade bei Alleinerziehenden, so belegt auch die aktuelle Studie, ist das Armutsrisiko besonders hoch. Vor diesem Hintergrund ist die skandalöse Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern nicht länger hinnehmbar. Noch immer verdienen Frauen in Deutschland rund ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen.
Die Bundesregierung, allen voran die zuständige Ministerin Kristina Schröder, steht hier in der Pflicht, durch entsprechende gesetzliche Regelungen für mehr Lohngerechtigkeit zu sorgen. Frauen brauchen Gleichstellung jetzt - per Gesetz, denn Freiwilligkeit und bloße Appelle haben nichts bewegt.
Frau Schröder, sorgen Sie endlich für gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer.
Frau Schröder, sorgen Sie dafür, dass die Kommunen bundesweit eine verlässliche und flexible Kinderbetreuung bereitstellen, die vor allem Alleinerziehende brauchen, um Familie und Beruf zu vereinbaren.
Frau Schröder, setzen Sie einen gesetzlichen Mindestlohn durch. Das wäre der beste Weg für gerechte Löhne für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.