EU-Kommission: Reformpläne zur Agrarpolitik sind enttäuschend
EU-Kommissar Ciolos hat ein mutloses Konzept vorgelegt: Keine Spur von Kürzungen und Umschichtungen im Agraretat, kaum Fortschritte auf dem Weg zu einer "grüneren" Landwirtschaftspolitik und eine weitere Verfestigung der gravierenden Ungleichgewichte zwischen alten und neuen Mitgliedstaaten, sagt Michael Roth.
Die in dieser Woche bekanntgewordenen Pläne der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik sind eine große Enttäuschung. Dacian Ciolos war 2010 mit dem Anspruch als EU-Agrarkommissar angetreten, die europäische Landwirtschaft ökologischer, nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Unter den heftigen Protesten von Agrar-Lobbyisten ist Ciolos nun offensichtlich eingeknickt. Im Ergebnis bleiben die Reformvorschläge weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Der EU-Kommissar hat ein mutloses Konzept vorgelegt, bei dem Vieles beim Alten bleibt: Keine Spur von Kürzungen und Umschichtungen im Agraretat, kaum Fortschritte auf dem Weg zu einer "grüneren" Landwirtschaftspolitik und eine weitere Verfestigung der gravierenden Ungleichgewichte zwischen alten und neuen Mitgliedstaaten.