Pressemitteilung

Die EU und Griechenland: Verlorener Glaube, enttäuschte Liebe und bange Hoffnung

Zu den Ergebnissen der gestrigen Tagung der EU-Finanzminister erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Angelica Schwall-Düren:

Die Krise in Griechenland sollte im deutschen wie im europäischen Interesse zum Anlass genommen werden, die wirtschafts- und fiskalpolitische Koordinierung in der EU zu verbessern. Angelica Schwall-Düren kritisiert, dass die Bundesregierung hier untätig bleiben will. Konkrete Vorschläge wären dringend erforderlich.

 

Der Glaube an die Zuverlässigkeit Griechenlands ist erschüttert. Die gegenseitige Liebe von Athen und Europa ist durch das drastische Sparprogramm bedroht. Die bange Hoffnung der Bundesregierung, es werde schon nicht so schlimm werden, droht, enttäuscht zu werden.

 

Es liegt im deutschen wie auch im europäischen Interesse, dass die aktuelle Krise in Griechenland zum Anlass genommen wird, um die EU-Strukturen der wirtschafts- und fiskalpolitischen Koordinierung zu stärken. Leider hat die Bundesregierung alle dahingehenden Überlegungen von sich gewiesen. Es reicht nicht aus, den Europäischen Rat gegebenenfalls zur Wirtschaftsregierung zu erklären. Konkretere Vorschläge sind dringend erforderlich.

 

 

 

 

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  • 17. Wahlperiode
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