Dänemark für Fortschritt
Dänemark bekommt erstmals eine Regierungschefin. Die Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt wird an der Spitze eines Mitte-Links-Bündnisses stehen. Die Dänen haben sich damit für eine fortschrittliche Alternative zu konservativer Politik entschieden: Wachstum durch Investitionen und ein gerechtes Steuersystem, sagt Michael Roth.
Dänemark bekommt erstmals eine Regierungschefin. Die Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt wird an der Spitze eines Mitte-Links-Bündnisses stehen. Die Dänen haben sich damit für eine fortschrittliche Alternative zu konservativer Politik entschieden: Wachstum durch Investitionen und ein gerechtes Steuersystem, das auch den Reichen einen Beitrag für zukunftsfähige Bildungs- und Sozialsysteme abverlangt. Das ist die richtige Antwort auf den einseitigen Sparkurs der europäischen Konservativen. Zur notwendigen Haushaltskonsolidierung gehört auch die Beteiligung der Finanzmärkte an der Krisenbewältigung durch eine Finanztransaktionssteuer. Ausgabenkürzungen treffen vor allem Arbeitslose, Rentner und Jugendliche - überall in Europa. Die europäische Sozialdemokratie kritisiert diesen Kurs, der insbesondere von der schwarz-gelben Bundesregierung in Europa als die Lösung der Krise propagiert wird, bislang jedoch nur zu deren Verschärfung beigetragen hat. Dänemark wird zeigen, dass es anders geht. Nicht nur mehr Solidarität, sondern auch mehr Freiheit: die Rechtspopulisten haben endlich weniger zu sagen und die Grenzkontrollen werden zurückgenommen.