Bildungsgerechtigkeit: Schavan bleibt auf einem Auge blind
Es ist immer das Gleiche: In Studien werden Fortschritte im Bildungswesen konstatiert und Ministerin Schavan erklärt daraufhin, dass alles wunderbar sei. Als Beleg pickt sie sich einzelne Ergebnisse heraus, etwa dass mehr Kinder aus fremdsprachigen Haushalten einen Kindergarten besuchen und mehr Kinder aus nichtakademischen Elternhäusern einen Studienabschluss erzielen.
Das ist zwar gut, aber nur die halbe Wahrheit. Denn weiterhin sind die Chancen von bildungsfernen Kindern viel zu gering. Wenn Frau Schavan postuliert, dass in Bildungschancen investiert werden sollte, dann muss sie mit bestem Beispiel vorangehen und das BAföG weiter ausbauen sowie endlich ihre Stimme erheben gegen das Konzept des Betreuungsgeldes. Frau Schavan straft ihrer Worte Lügen, wenn sie Eltern künftig eine Prämie dafür zahlt, dass Kinder von der Bildungsstätte Kita ferngehalten werden.