Bahr und Merkel unterwerfen sich der Pharmaindustrie
Durch die von den Koalitionsfraktionen in letzter Sekunde im Gesundheitsausschuss des Bundestags eingebrachten Änderungsanträge, werden ihre eigenen Bemühungen zur Preisbegrenzung für Arzneimittel ausgehöhlt. Damit unterwerfen sich FDP-Minister Bahr und Kanzlerin Merkel den Forderungen der pharmazeutischen Industrie. Eine der wenigen sinnvollen Regelungen dieser Regierung, das sogenannte „AMNOG“, mit dem der Zusatznutzen neuer Arzneimittel bewertet und die Preise der günstigsten Vergleichstherapie als Verhandlungsgrundlage dienen, wird zugunsten der Pharmalobby verfälscht. Künftig kann die Industrie selbst die Therapie auswählen, die zum Vergleich herangezogen wird. Dies wird natürlich immer die teuerste sein und dazu führen, dass die Preise wieder ungehemmt steigen. Die Zeche dieser ungeschminkten Lobbypolitik von Schwarzgelb zahlen dann die Versicherten mit ihren Beiträgen.