Die erneute Diskussion über den gestiegenen Bedarf an Krippenplätzen für unter Dreijährige und über die Sorge der Kommunen, den Krippenausbau nicht zu schaffen, macht deutlich, dass die Bundesregierung dringend handeln muss. Die Zeit drängt. In zwei Jahren tritt der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz in Kraft. Dieser darf keinesfalls zur Disposition stehen.
Der Krippenausbau ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, um die frühkindliche Bildung von Kindern sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Deshalb müssen sich Bund, Länder und Kommunen auf weitere Schritte, auch auf weitere Investitionen, verständigen. Die bisher angenommene Ausbauquote von 35 Prozent wird voraussichtlich nicht ausreichen. Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion aktuell einen Antrag eingebracht, in dem sie diese Defizite klar benennt und einen neuen Krippengipfel fordert.
Wir fordern auch eine Analyse des aktuellen Bedarfs an Krippenplätzen und an Fachpersonal in Deutschland. Dabei sind regionale Unterschiede zu berücksichtigen.
Fest steht, dass vor allem finanzschwache Kommunen mehr Unterstützung als bisher brauchen. Die verfehlte Steuerpolitik sowie die radikalen Sozialkürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung hat viele Städte und Gemeinden in erhebliche Finanznot gebracht. Eine Abkehr von dieser kommunenfeindlichen Politik ist dringend geboten.