Zum Umgang mit der Sterbehilfe

Hilfe im Sterben – Hilfe zum Sterben

Freitag, 05.06.2015

Von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Diakonieklinikum Rotenburg (Buhrfeid-Saal)

| Elise-Averdieck-Straße 17, 37356 Rotenburg (Wümme)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Menschen muss ein Sterben in Würde ermöglicht werden. Wie das genau erreicht werden kann und ob Sterbehilfe – in welcher Form auch immer – dazu beitragen kann und darf, darüber wird emotional und kontrovers diskutiert. Im November 2014 fand im Deutschen Bundestag die erste Orientierungsdebatte zur Sterbehilfe statt. Noch bis zum Herbst 2015 wird sich das Parlament intensiv mit dem Thema beschäftigen und die Sterbehilfe in Deutschland möglicherweise rechtlich neu regeln.

Soll sich die Unterstützung auf die Linderung von Schmerzen beschränken oder kann Hilfe auch die Beendigung des Lebens bedeuten? Kann man einem Sterbenden oder Schwerkranken das Recht absprechen, das jedem anderen zusteht, nämlich sich das Leben zu nehmen? Sind Vereinigungen, die Unterstützung bei der Selbsttötung anbieten, ein Problem oder birgt eine Professionalisierung auf diesem Gebiet vielleicht gar Chancen? Werden die Optionen der Palliativmedizin und Palliativpflege ausreichend genutzt?

Im Deutschen Bundestag wird zurzeit an konkreten Gesetzesentwürfen gearbeitet. Diese werden anschließend im Parlament zur Diskussion und Abstimmung stehen. Die Positionen reichen von einem Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe über eine gesetzliche Regelung der ärztlich begleiteten Selbsttötung bis hin zum Plädoyer für ein Fortbestehen gemeinnütziger Sterbehilfevereine.

Die Debatte über die Sterbehilfe muss auch in der Gesellschaft in aller Breite geführt werden. Wir laden Sie daher herzlich ein, die damit verbundenen schwierigen und vielschichtigen Fragen gemeinsam mit uns zu diskutieren. Wir möchten Sie über den politischen Prozess informieren, insbesondere aber Ihre Positionen und Erfahrungen zu dem Thema kennenlernen. Wir freuen uns, für unsere Veranstaltung ausgewiesene Expertinnen und Experten gewonnen zu haben.

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

 

Lars Klingbeil, MdB

 

Dr. Eva Högl, MdB

Termin Info

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