Die aktuelle Gleichstellungspolitik der Bundesregierung ist ein Armutszeugnis. Noch nie wurden derart tiefe Gräben gezogen zwischen der Jungen- und Mädchenförderung wie unter Bundesfamilienministerin Schröder.
Statt die bestehenden strukturellen Benachteiligungen von Frauen aktiv zu bekämpfen, arbeitet sich diese Ministerin am Feminismus ab. Statt den Blick auf herkunftsbedingte Benachteiligungen von Jungen und Mädchen zu lenken und sich für ein durchlässiges Bildungssystem einzusetzen, transportiert die Ministerin das Bild vom "benachteiligten Jungen". Diese Politik, die beide Geschlechter gegeneinander ausspielt, ist völlig verfehlt.
Zusätzlich stehen die aktuellen Forderungen von Schwarz-Gelb im krassen Widerspruch zum aktuellen Regierungshandeln. Es erfolgen Kürzungen bei erfolgreichen Projekten und Maßnahmen, von denen Jungen und Mädchen mit Benachteiligungen profitieren. Drastische Kürzungen bei der Arbeitsmarktförderung und beim Elterngeld benachteiligen Frauen und Männer gleichermaßen.
Die SPD-Bundestagsfraktion tritt für eine konsequente Gleichstellungspolitik ein, die die Bedürfnisse beider Geschlechter berücksichtigt.