Für Mehrgenerationenhäuser ist keine Übergangsfinanzierung vorgesehen: In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion erteilt das Familienministerium den Häusern eine deutliche Absage, deren Bundesförderung im Herbst 2011 ausläuft.
Damit sind knapp 60 Häuser akut von der Schließung bedroht. Die Ministerin beeindruckt das wenig - trotz des stets betonten engen Kontakts zu den Mehrgenerationenhäusern gibt es im Ministerium keine Erkenntnisse darüber, wo eine Finanzierung gesichert ist oder wo das gesamte Projekt auf der Kippe steht. Interesse an einer guten Zusammenarbeit ist so nicht erkennbar.
Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert den fahrlässigen Umgang von Bundesfamilienministerin Schröder mit den Finanzierungsproblemen einiger Mehrgenerationenhäuser, die in den vergangenen Jahren eine gute Arbeit geleistet haben. Viele Kommunen sind nicht in der Lage einzuspringen, um eine Zwischenfinanzierung zu gewährleisten und bewährte Projekte am Leben zu erhalten.
Das ist möglicherweise Kalkül. 50 Häuser weniger sind im neuen Programm der Ministerin vorgesehen, alle bestehenden Häuser müssen sich neu bewerben und mit Neubewerbern konkurrieren. Erst nach der Sommerpause läuft das Bewerbungsverfahren an. Das ist zu spät für viele, deren Förderung noch in diesem Jahr endet.
Die Antwort des Ministeriums gibt weiterhin Anlass zur Sorge, dass die Förderung für Häuser in ländlichen Gegenden zurückgefahren wird. Gerade dort ist sie aber besonders wichtig, weil häufig keine ausreichende Infrastruktur zur Begegnung von Jung und Alt vorhanden ist.