23 Prozent der Väter, die Elterngeld in Anspruch nehmen, sprechen eine deutliche Sprache. Sie widerlegen all diejenigen, die in den vergangenen Wochen schon lustvoll Abgesänge auf das Elterngeld angestimmt hatten. Es sei zu wenig wirkungsvoll, neue aktive Väter gäbe es gar nicht, war da zu hören.
Das erweist sich nun alles als falsch. Wenn sich mittlerweise fast jeder vierte Vater eine berufliche Auszeit nimmt, um sich um sein Kind zu kümmern, ist das Ausdruck eines gewaltigen gesellschaftlichen Wandels. Vor der Einführung des Elterngelds waren das nur knapp vier Prozent. Die enorme Steigerung in der Inanspruchnahme zeigt: Die aktiven Väter sind auf dem Vormarsch. Die Partnermonate, die uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bei der Einführung des Elterngeldes besonders am Herzen lagen, sind ein voller Erfolg.
Umso unverständlicher ist, dass Bundesministerin Schröder die Axt an das Elterngeld legt. Sie verantwortet, dass ausgerechnet den Ärmsten, den nicht-erwerbstätigen Familien im Sozialleistungsbezug, das Elterngeld gestrichen wird. Und auch mit anderen willkürlichen Veränderungen am Elterngeld verändert sie seine Substanz.
Das halten wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für falsch. Wir setzen darauf, dass Elterngeld weiter zu entwickeln. Die aktiven Väter sind Trendsetter, die oft auch gegen Widerstände in ihrem Betrieb ihren Weg gehen. Wir wollen solche Widerstände weiter aus dem Weg räumen. Dazu muss Partnerschaftlichkeit in der Kindererziehung noch selbstverständlicher werden. Ein Mittel dazu ist, die Partnerschaftlichkeit beim Elterngeld weiter zu stärken.